Willkommen: Warum KI den Betriebsrat betrifft
Erfahre, warum KI-Einfuehrungen den Betriebsrat betreffen und welche Mitbestimmungsrechte bei KI greifen.
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Ein Unternehmen fuehrt ein KI-Recruiting-Tool ein. Die Personalabteilung ist begeistert, die IT hat es schon aufgesetzt — und der Betriebsrat erfaehrt davon erst, als die ersten automatisierten Absagen rausgehen. Das Ergebnis: Einstweilige Verfuegung, System-Stopp, Vertrauensbruch.
Dieser Fall ist kein Einzelfall. KI-Einfuehrungen ohne Betriebsratsbeteiligung sind eines der haeufigsten Konfliktfelder in deutschen Unternehmen — und sie sind vermeidbar.
Was du in diesem Kurs lernst
In 8 Lektionen meisterst du die KI-Mitbestimmung:
- Rechtsgrundlagen — Welche Paragraphen des BetrVG bei KI greifen
- Mitbestimmungstatbestaende — §87, §90, §92, §95, §99, §111 im KI-Kontext
- Betriebsvereinbarung — Aufbau, Verhandlung und Muster einer KI-BVA
- Praxis-Szenarien — Recruiting-KI, Leistungsbewertung, Chatbots, Ueberwachung
- Datenschutz — DSGVO-Perspektive des Betriebsrats
- Gestaltung — Proaktive Strategie statt reaktiver Blockade
Wie dieser Kurs funktioniert
Jede Lektion dauert 10-14 Minuten. Du bekommst Checklisten, Muster-Klauseln und Praxis-Szenarien. Der Kurs richtet sich an beide Seiten: Betriebsraete UND Arbeitgeber — denn konstruktive Mitbestimmung braucht Verstaendnis fuereinander.
Empfohlene Vorkenntnisse: Grundkenntnisse zum BetrVG (Betriebsverfassungsgesetz) sind hilfreich. KI-Grundlagen und EU AI Act (Kurs: “EU AI Act — Was du wissen musst”) ergaenzen gut.
Warum KI die Mitbestimmung veraendert
| Klassische IT | KI-Systeme |
|---|---|
| Definierte Regeln | Lernt aus Daten — Ergebnisse teilweise unvorhersehbar |
| Transparent | Oft Black Box |
| Stabil | Veraendert sich durch Updates und Nachlernen |
| Ein Mitbestimmungstatbestand | Oft mehrere gleichzeitig |
| Einmalige Einfuehrung | Laufende Anpassung und Monitoring noetig |
✅ Quick Check: Welche drei Mitbestimmungstatbestaende koennte ein KI-System ausloesen, das automatisch Ueberstunden genehmigt oder ablehnt?
Die zwei groessten Fehler
Fehler 1 (Arbeitgeber): KI einfuehren ohne Betriebsrat. Rechtlich riskant, kulturell schaedlich. Selbst wenn kein Mitbestimmungstatbestand greift (selten bei KI), ist die fruehzeitige Einbindung strategisch sinnvoll.
Fehler 2 (Betriebsrat): KI pauschal ablehnen. “Wir sind gegen KI” ist keine Verhandlungsposition. KI kommt — die Frage ist nur, ob der Betriebsrat mitgestaltet oder uebergangen wird.
Key Takeaways
- KI-Systeme beruehren oft mehrere Mitbestimmungstatbestaende gleichzeitig — ein System, fuenf Paragraphen
- Einfuehrung ohne Betriebsrat ist rechtswidrig und kann per einstweiliger Verfuegung gestoppt werden
- Eine gute KI-BVA bringt beiden Seiten Vorteile: Rechtssicherheit, Akzeptanz, Qualitaet
- Konstruktive Mitbestimmung heisst Gestalten, nicht Blockieren
- Dieser Kurs zeigt beide Perspektiven: Betriebsrat UND Arbeitgeber
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In der naechsten Lektion schauen wir uns die Rechtsgrundlagen im Detail an: Welche Paragraphen des BetrVG greifen bei KI — und warum?
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