Fachkraefte finden und binden
Gewinne Fachkraefte und Azubis mit KI-optimierten Stellenanzeigen, modernem Arbeitgeber-Auftritt und Social-Media-Recruiting.
🔄 Kurzer Rueckblick: In der letzten Lektion hast du deine Kundenkommunikation digitalisiert — Online-Terminbuchung, Textbausteine und Projekt-Updates. Jetzt zum groessten Problem der Branche: Wo kommen die Leute her?
Ueber 250.000 offene Stellen im Handwerk. Die Auftragsbucher sind voll, aber es fehlen die Leute. Und die klassische Zeitungsanzeige bringt schon lange nichts mehr. Zeit fuer neue Methoden.
Die Stellenanzeige neu denken
Die meisten Stellenanzeigen im Handwerk lesen sich wie Behoerdenformulare. Das Problem: Bei 250.000 offenen Stellen konkurrierst du mit hunderten anderen Betrieben um dieselben Fachkraefte. Du musst auffallen.
Vorher (Standard):
„Wir suchen zum naechstmoeglichen Zeitpunkt einen Anlagenmechaniker SHK (m/w/d). Sie verfuegen ueber eine abgeschlossene Ausbildung und Berufserfahrung."
Nachher (KI-optimiert):
„Heizungen installieren kann jeder. Aber wer sorgt dafuer, dass Frau Muellers Wohnung im Winter warm wird UND die Energiewende vorankommt? Du. Bei uns im Team."
Schreibe meine Stellenanzeige um — weg vom
Behoerdenstil, hin zum Bewerber-Magneten:
Gewerk: [Gewerk]
Position: [Titel]
Was die Person tatsaechlich macht: [Alltag beschreiben]
Was wir bieten: [Gehalt, Benefits, Arbeitszeiten, Team]
Was unseren Betrieb besonders macht: [Teamgroesse,
Spezialisierung, Stimmung]
Schreibe die Anzeige so, dass sie:
1. Mit dem Nutzen fuer den Bewerber beginnt
2. Ehrlich beschreibt, wie der Arbeitsalltag aussieht
3. Konkrete Benefits nennt (nicht nur 'attraktives Gehalt')
4. Persoenlich klingt, nicht wie aus dem Baukasten
✅ Quick Check: Lies deine aktuelle Stellenanzeige nochmal. Wuerdest du dich selbst darauf bewerben? Wenn nicht — KI hilft dir, sie umzuschreiben.
Social Media Recruiting
Die erfolgreichsten Handwerksbetriebe finden ihre Fachkraefte ueber Social Media — nicht ueber Jobportale:
| Beispiel | Plattform | Ergebnis |
|---|---|---|
| tschulique (Maurermeisterin) | TikTok | 1,3 Mio.+ Follower |
| Voegel Energie Bad Waerme (SHK) | TikTok | ~125.000 Follower |
| @frauimhandwerk (SHK) | „Unglaublich viele Bewerbungen" | |
| Raumausstatter Florian Kratz | Facebook/Instagram | 80% des Umsatzes ueber Social |
Was auf Social Media funktioniert:
- Zeitraffer von der Baustelle (30 Sekunden)
- „Ein Tag als…" — authentischer Arbeitsalltag
- Team-Fotos und Azubi-Geschichten
- Vorher-Nachher von Projekten
- Humorvolle Szenen aus dem Handwerker-Alltag
Content-Ideen mit KI:
Erstelle 5 Social-Media-Post-Ideen speziell fuer
die Fachkraeftegewinnung:
Betrieb: [Name, Gewerk, Teamgroesse]
Offene Stelle: [Position]
Was den Betrieb besonders macht: [Benefits, Team, Projekte]
Zielgruppe: [Gesellen / Azubis / Quereinsteiger]
Fuer jeden Post:
1. Format (Foto/Video/Karussell)
2. Inhalt und Bildidee
3. Text mit Hashtags
4. Call-to-Action
Benefits die zaehlen
Gehalt ist wichtig — aber nicht alles. Fuer viele Fachkraefte sind andere Faktoren entscheidend:
| Benefit | Wirkung | Kostet |
|---|---|---|
| 4-Tage-Woche | Sehr hoch bei jungen Fachkraeften | Reorganisation |
| Firmenwagen (auch privat) | Hoch | 300-500 EUR/Monat |
| Weiterbildungsbudget | Hoch bei Ambitionierten | 1.000-3.000 EUR/Jahr |
| Betriebliche Altersvorsorge | Mittel | Ab 50 EUR/Monat |
| Moderne Werkzeuge/Ausstattung | Ueberraschend hoch | Investition |
| Freie Getraenke + Mittagessen | Taeglich spuerbar | 100-200 EUR/Monat |
Azubi-Gewinnung: Generation Z erreichen
Fuer Azubis gelten andere Regeln. Sie informieren sich ueber TikTok und Instagram, nicht ueber die Handwerkskammer-Website.
Was Azubis wollen:
- Sehen, wie der Alltag wirklich aussieht (Authentizitaet)
- Wissen, dass das Team nett ist (Arbeitsklima)
- Perspektive nach der Ausbildung (Uebernahme, Meister, Weiterbildung)
- Moderne Arbeitsumgebung (digitale Tools statt Zettelwirtschaft)
Und genau hier schliesst sich der Kreis: Ein Betrieb der KI nutzt, digital arbeitet und auf Social Media praeesent ist, wirkt automatisch attraktiver fuer junge Fachkraefte.
Key Takeaways
- Stellenanzeigen muessen ueberzeugen, nicht fordern — bei 250.000 offenen Stellen bist du der Bewerber, nicht der Kandidat
- Social Media Recruiting funktioniert im Handwerk nachweislich: authentische Einblicke schlagen Hochglanz-Anzeigen
- Benefits jenseits vom Gehalt zaehlen: 4-Tage-Woche, Firmenwagen, Weiterbildung
- Azubis erreicht man ueber TikTok und Instagram — nicht ueber Zeitungsanzeigen
- KI schreibt Stellenanzeigen, Social-Media-Posts und Recruiting-Content — du lieferst die Fotos und die Authentizitaet
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