Marketing-Inhalte, die funktionieren
Social-Media-Posts, Newsletter und Website-Texte erstellen — ohne dass es nach Roboter klingt.
Der Marketing-Zeitdruck
Du weißt, dass regelmäßiges Marketing wichtig ist. Aber zwischen Kundenterminen, Aufträgen und Verwaltung bleibt dafür kaum Zeit. Das Ergebnis: unregelmäßige Posts, kein Newsletter, eine Website, die seit Monaten nicht aktualisiert wurde.
KI löst das Startproblem. Das leere Textfeld, der blinkende Cursor — das ist der schwierigste Teil. Wenn du einen Entwurf hast, ist Bearbeiten viel schneller als Schreiben von null.
Der richtige Workflow
- Falsch: KI generiert → direkt posten
- Richtig: KI generiert → du fügst deine Stimme und Details hinzu → posten
Der mittlere Schritt ist entscheidend. Ohne ihn klingt dein Content wie jeder andere.
Social-Media-Posts
Prompt:
Erstelle 5 Social-Media-Post-Ideen für mein Unternehmen.
Branche: [z.B. Friseur, Elektriker, Café, Steuerberater]
Ton: [z.B. locker und freundlich / professionell / humorvoll]
Thema diese Woche: [z.B. Sommertipps, neues Angebot, Kundenstory]
Plattform: [Instagram / Facebook / LinkedIn]
Für jeden Post:
- Überschrift/Hook
- Haupttext (max. 150 Wörter)
- Bild-Idee (was ich mit dem Handy fotografieren könnte)
- Call-to-Action
Dein Job danach: Den besten Post auswählen, ein echtes Detail aus deinem Alltag einbauen und den Ton anpassen. Ein generischer Post über „Frühjahrsputz-Tipps" wird zu einer echten Geschichte: „Letzte Woche bei Frau Müller haben wir unter dem Sofa 23 Legosteine und eine Fernbedienung gefunden, die seit 2019 vermisst wurde."
Echte Geschichte + Persönlichkeit = das hat ein Mensch geschrieben.
✅ Quick Check: Du lässt KI einen Instagram-Post für dein Café generieren. Er klingt perfekt — aber auch wie jedes andere Café. Was fehlt?
(Antwort: Ein konkretes Detail aus DEINEM Café. Statt „Probiert unseren neuen Latte" lieber „Die neue Hafer-Chai-Latte — inspiriert von der Reise unserer Barista Marie nach Indien letzten Herbst." Das kann keine KI erfinden.)
Newsletter
Die meisten kleinen Unternehmen versenden keinen Newsletter — nicht weil er nicht funktioniert, sondern weil das Schreiben zu lange dauert.
Newsletter-Struktur:
- Persönlicher Einstieg (2-3 Sätze aus deinem Alltag)
- Hauptthema mit Mehrwert (Tipps, Einblicke, Neuigkeiten)
- Sekundärer Inhalt (Angebot, Veranstaltung, Empfehlung)
- Call-to-Action
Prompt:
Erstelle einen Entwurf für meinen monatlichen Newsletter.
Unternehmen: [Name, Branche]
Hauptthema diesen Monat: [z.B. Sommertipps, neuer Service]
Neuigkeiten: [Was Neues gibt es?]
Angebot/Aktion: [Falls vorhanden]
Liefere:
- 3 Betreffzeilen-Vorschläge
- Persönlichen Einstieg (den ich anpassen werde)
- Hauptteil mit Mehrwert
- Abschluss mit Call-to-Action
- Länge: max. 400 Wörter
Personalisierung: Den Einstieg mit einer echten Geschichte ersetzen. Konkrete Beispiele aus dem Monat einbauen. Kundennamen (mit Erlaubnis) oder anonymisierte Geschichten verwenden.
Produkt- und Dienstleistungsbeschreibungen
Wenn du zu nah an deinem eigenen Angebot bist, fällt es schwer, es für Kunden zu beschreiben.
Prompt:
Beschreibe mein Angebot aus Kundensicht.
Was ich anbiete: [Produkt/Dienstleistung]
Hauptnutzen für den Kunden: [Was hat der Kunde davon?]
Typischer Kunde: [Wer kauft das?]
Preis: [Falls relevant]
Was mich vom Wettbewerb unterscheidet: [Dein USP]
Ton: [z.B. professionell, warm, direkt]
Wichtig: Fokus auf das, was der Kunde BEKOMMT, nicht auf das, was du LIEFERST. „In 30 Sekunden alles finden" statt „Professioneller Ordnungs-Service mit zertifizierten Beratern".
Content-Batching: Die echte Effizienz
Statt jede Woche einzelne Posts zu schreiben, erstelle alles auf einmal:
Monatliche Session (2 Stunden):
| Schritt | Dauer | Was du tust |
|---|---|---|
| Themen brainstormen | 15 Min. | Monatsthemen, Feiertage, Aktionen festlegen |
| Social-Media-Posts generieren | 30 Min. | 12-16 Posts für den Monat |
| Newsletter entwerfen | 30 Min. | 1-2 Newsletter-Entwürfe |
| Bearbeiten und personalisieren | 45 Min. | Deine Stimme, echte Details, Fotos planen |
Ergebnis: Ein ganzer Monat Content in einer Session. Statt täglichem Stress.
Den KI-Sound vermeiden
Generischer KI-Content verrät sich sofort:
| KI-Verdächtig | Besser |
|---|---|
| „Wir freuen uns, bekannt zu geben…" | Direkt sagen, was Sache ist |
| Buzzwords ohne Substanz | Konkrete Zahlen und Beispiele |
| Perfekte Grammatik, null Persönlichkeit | Dein echter Ton, auch mal ein Satz ohne Verb |
| Vage Behauptungen | Echte Kundenstories (anonymisiert) |
| Vorhersehbare Struktur | Mal kurz, mal lang, mal überraschend |
Faustregel: Wenn du den Post laut vorliest und er nicht nach dir klingt — bearbeiten, bis er es tut.
Wichtigste Erkenntnisse
- KI löst das Startproblem — der Entwurf ist schnell da, du machst ihn zu deinem
- Workflow: Entwurf → Bearbeiten → Posten — nie direkt veröffentlichen
- Echte Details unterscheiden guten Content von generischem
- Content-Batching: 2 Stunden pro Monat statt täglicher Stress
- Fokus auf Kundennutzen bei Beschreibungen, nicht auf deine Leistungen
- Den KI-Sound vermeiden: Konkret, persönlich, in deiner Stimme
Nächste Lektion
Lektion 3 zeigt dir, wie du Kundenkommunikation skalierst — Vorlagen, Personalisierung und Antwort-Management, ohne ein Team einzustellen.
Wissenscheck
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