Lernziele definieren
SMART-Lernziele fuer die Karriere setzen: Messbar, terminiert und auf den Arbeitsmarkt abgestimmt — mit KI-Unterstuetzung.
🔄 Kurzer Rueckblick: In Lektion 2 hast du deine Kompetenzen analysiert und die Luecken zwischen deinem Profil und dem Marktbedarf identifiziert. Jetzt machst du aus diesen Luecken konkrete, messbare Lernziele.
„Ich will besser in KI werden" ist kein Lernziel — es ist ein Wunsch. Ein Lernziel ist: „Bis September kann ich mit Python und der OpenAI API einen automatisierten Report-Generator bauen." Der Unterschied? Das zweite kannst du pruefen.
SMART-Lernziele fuer die Karriere
| Buchstabe | Bedeutung | Beispiel |
|---|---|---|
| S | Spezifisch | „Python-Grundlagen" statt „Programmieren lernen" |
| M | Messbar | „Ich kann eigenstaendig ein Skript schreiben" |
| A | Attraktiv | „Das bringt mich der Team-Lead-Position naeher" |
| R | Realistisch | „In 3 Monaten bei 5 Std./Woche machbar" |
| T | Terminiert | „Bis 30. September abgeschlossen" |
✅ Quick Check: Warum ist „Attraktiv" ein Teil von SMART? (Tipp: Motivation entscheidet ueber Durchhalten. Wenn du keinen persoenlichen Grund hast, warum du Python lernen willst, gibst du nach 3 Wochen auf. „Weil mein Chef es will" reicht nicht. „Weil ich damit 15% mehr Gehalt verhandeln kann" — das zieht.)
Prompt: SMART-Lernziele formulieren
Formuliere SMART-Lernziele fuer meine Weiterbildung:
- Aktuelle Position: [Jobtitel]
- Karriereziel (2 Jahre): [Wunsch-Position]
- Identifizierte Luecken: [Aus der Standortbestimmung]
- Verfuegbare Lernzeit pro Woche: [Stunden]
- Budget fuer Weiterbildung: [EUR/Jahr]
Erstelle fuer die Top-3-Luecken je ein SMART-Lernziel:
1. Spezifisch: Was genau willst du koennen?
2. Messbar: Woran erkennst du, dass du es kannst?
3. Attraktiv: Warum lohnt sich das fuer dich persoenlich?
4. Realistisch: Ist es in der verfuegbaren Zeit machbar?
5. Terminiert: Bis wann willst du es erreicht haben?
Sortiert nach Prioritaet (groesster Karriere-Impact zuerst).
Gute vs. schlechte Lernziele
| Schlecht (vage) | Gut (SMART) |
|---|---|
| „Ich will besser in Excel werden" | „Bis Juni kann ich Pivot-Tabellen, SVERWEIS und bedingte Formatierung eigenstaendig anwenden" |
| „Ich will KI lernen" | „Bis Oktober habe ich 3 KI-Automatisierungen fuer meinen Arbeitsalltag gebaut (mit ChatGPT/Claude)" |
| „Ich will Fuehrungskompetenzen" | „Bis Dezember habe ich ein Fuehrungskraefte-Seminar abgeschlossen und leite ein Teamprojekt" |
| „Ich brauche ein Zertifikat" | „Bis August habe ich die AWS Cloud Practitioner Zertifizierung bestanden" |
Priorisierung: Was zuerst?
| Kriterium | Gewicht | Frage |
|---|---|---|
| Karriere-Impact | Hoch | Bringt mich das naeher an mein Ziel? |
| Marktnachfrage | Hoch | Wird das in Stellenanzeigen verlangt? |
| Zeitaufwand | Mittel | Wie schnell kann ich es lernen? |
| Kosten | Mittel | Ist es finanzierbar? |
| Interesse | Mittel | Werde ich durchhalten? |
| Dringlichkeit | Niedrig-Hoch | Brauche ich es jetzt oder kann es warten? |
✅ Quick Check: Warum empfiehlt sich 1-3 statt 5+ Lernziele gleichzeitig? (Tipp: Kognitive Ueberlastung ist real. Wer gleichzeitig Python, Fuehrung, Excel, Englisch und Projektmanagement lernt, lernt nichts davon richtig. Fokus auf 1-3 Ziele, eins nach dem anderen abschliessen, dann das naechste.)
Key Takeaways
- SMART-Ziele statt vager Vorsaetze — nur messbare Ziele fuehren zu messbarem Fortschritt
- 1-3 Lernziele parallel, priorisiert nach Karriere-Impact und Marktnachfrage
- Die Schnittmenge aus Marktbedarf und Interesse ist das perfekte Lernziel
- Jedes Ziel braucht einen Endtermin — ohne Deadline kein Abschluss
- KI formuliert SMART-Ziele aus deiner Lueckenanalyse — du entscheidest die Prioritaet
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