Claude Slides kostenlos: Vereinsbericht ohne Spenderdaten

Claude Docs, Slides und Design sind seit dem 8. Oktober in jedem Plan, auch Free. So baust du Kassenbericht und MV-Folien, ohne Spenderdaten einzugeben.

Am 8. Oktober hat Anthropic Claude Docs, Slides und Design aus der Beta geholt und für jeden Claude-Plan freigegeben, ausdrücklich auch für Free. Wer im Vorstand eines Vereins sitzt, kennt die Lage ja: In drei Wochen ist Mitgliederversammlung, der Kassenbericht ist eine Excel-Tabelle mit Tippfehlern, und die Folien macht – wie immer – die Person, die nicht schnell genug “nein” gesagt hat. Ein Werkzeug, das aus ein paar Zahlen einen lesbaren Bericht und ein Dutzend ordentlicher Folien baut, kostet jetzt erst mal nichts.

Aber. Und das “Aber” ist in Deutschland ziemlich groß: Dein Verein hat ja Mitglieder, Spender und vermutlich eine Handvoll Menschen, die ihm eben Dinge anvertraut haben, die in keinen US-Chatbot gehören. Dieser Text zeigt dir, was sich geändert hat, wie du einen Bericht und eine MV-Präsentation baust, und warum die wichtigste Regel nicht in Claude steckt, sondern in der DSGVO: Keine Spender- oder Mitgliederdaten in einen allgemeinen KI-Chat. Nur Summen, Anzahlen, Prozente.

Eine Vorbemerkung zur Ehrlichkeit. Ich hab die Prompts unten nicht als fertiges Claude-Ergebnis in den Text kopiert, weil das Ergebnis halt jedes Mal anders aussieht. Du bekommst die Eingaben, die Prüfschritte und die typischen Stolperstellen. Rechtliche Hinweise sind eine allgemeine Einordnung und keine Rechtsberatung für deinen Verein. Für die verbindliche Klärung gibt es ja Datenschutzbeauftragte und Steuerberatung.

Was sich geändert hat (und was nicht)

Anthropics eigene Ankündigungsseite sagt es so: “Docs, Slides, and Design are out of beta and on every Claude plan, including Free.”

Anthropics Ankündigung vom 8. Oktober 2026: Docs, Slides und Design sind aus der Beta und in jedem Claude-Plan verfügbar, auch in Free
Anthropics Ankündigung vom 8. Oktober 2026. Die Seite wurde auf diesem Rechner mit deutscher Navigation geladen, der Artikeltext ist englisch.
Quelle: Anthropic, “Build live dashboards and animate explainers with Claude”

Drei Dinge werden gerade gern durcheinandergeworfen, deshalb sortiere ich sie mal kurz:

  1. Der 8. Oktober ist die allgemeine Verfügbarkeit. Beim Start am 16. September waren die Werkzeuge noch eine Beta, zuerst für Pro und Max. Deutschsprachige Berichte aus dem September – etwa bei Borns IT- und Windows-Blog – beschreiben das auch so: Beta, Free und Team sollten später folgen. Dieser Stand ist inzwischen überholt, und wir haben unseren früheren Beitrag zu Claude Slides entsprechend aktualisiert.
  2. Der 15. Oktober gilt nur für Enterprise. Laut Anthropics Hilfeseite zu Claude Docs schalten sich die Werkzeuge bei Enterprise-Organisationen am 15. Oktober 2026 standardmäßig ein; Inhaber können sie vorher unter “Organization settings”, dann “Artifacts” aktivieren. Wenn du mit einem privaten oder kostenlosen Konto arbeitest, musst du ja auf kein Datum warten.
  3. Dashboards und Motion sind nicht Teil der Gratis-Änderung. Beide sind neu in der Beta; Dashboards gibt es nur in bezahlten Plänen, Motion nur für Team und Enterprise.
Die wichtigsten Daten
Start von Docs + Slides
16. Sep
Aus der Beta, jeder Plan
8. Okt
Enterprise: Standard an
15. Okt
Eigenständige Design-Seite zu
14. Dez
Beta, zuerst bezahlte Pläne
auch Free
früher per Admin möglich
laut Berichten; Design läuft in Claude weiter
Quellen: Anthropic (Ankündigung, Hilfecenter), Unite.AI. Alle Daten 2026.

Kostenlos heißt übrigens nicht unbegrenzt. Die Hilfeseite sagt: Claude Docs zählt “toward your plan’s usage limits, like the rest of your work with Claude”, und größere Anfragen – etwa ein langes Dokument aus mehreren Quellen – verbrauchen mehr davon als eine normale Nachricht. Wie viele Berichte oder Folien du im Free-Plan am Stück schaffst, hängt also eben von Länge und Komplexität ab. Eine feste Zahl nennt Anthropic nicht.

Warum gerade Vereine, und warum gerade jetzt

Wer sich mit Vereinsarbeit auskennt, weiß: Die Arbeit machen meistens Ehrenamtliche, und die haben nun mal begrenzt Zeit. Dazu kommt ja auch noch Druck aufs Geld. Der Deutsche Spendenrat hat in der “Bilanz des Helfens” für 2025, vorgestellt im Februar 2026, einen Rückgang der Spenden von Privatpersonen um 9 Prozent festgestellt – das sind 463 Millionen Euro weniger als im Vorjahr. Rund 15,8 Millionen Menschen haben gespendet, etwa 850.000 weniger als 2024. Die Durchschnittsspende lag mit 46 Euro auf Rekordniveau, gespendet wurde aber im Schnitt nur knapp sechsmal im Jahr. (Grundlage ist ein Haushaltspanel mit 10.000 Haushalten, hochgerechnet auf die Bevölkerung ab zehn Jahren; Erbschaften und Unternehmensspenden sind nicht enthalten.)

Heißt für dich: Wenn weniger Menschen spenden, muss jede Spenderkommunikation sitzen, und genau dafür fehlt eben die Zeit. Ein Werkzeug, das aus Zahlen einen verständlichen Bericht macht, hilft da schon. Es ersetzt aber weder die Kassenprüfung noch den Datenschutz.

Zur Nutzung von KI in der Zivilgesellschaft gibt es seit Dezember 2025 ein Discussion Paper von ZiviZ im Stifterverband, der WHU und dem Institut für Verbands-, Stiftungs- und Genossenschaftsmanagement, gefördert von der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt. Befragt wurden im Mai und Juni 2025 insgesamt 1.235 ehren- und hauptamtlich Tätige:

BefundWert
Nutzen generative KI73 % der Befragten (88 % bei Hauptamtlichen, 65 % bei Ehrenamtlichen)
Verbindliche KI-Richtlinie in der Organisation9 % (weitere 19 % denken darüber nach oder planen sie)
Zentrale KI-Initiativen (Lizenzen, Workshops, Zuständigkeiten)12 %
Häufigste Hürden für die OrganisationDatenschutzbedenken und fehlendes technisches Know-how, je 46 %

Wichtig für die Einordnung: Das sind Angaben von Befragten, keine Vollerhebung aller deutschen Vereine. “73 Prozent der Befragten” stimmt, “73 Prozent aller Vereine” wäre falsch. Das Muster ist trotzdem eindeutig: Viele nutzen KI einzeln, kaum jemand hat dafür Regeln. Genau da setzt dieser Text ja an.

Die Regel vor jedem Prompt: nur Aggregate

Fangen wir mal mit dem an, was die Aufsichtsbehörden sagen. Die Datenschutzkonferenz (DSK) verlangt in ihrer Orientierungshilfe “Künstliche Intelligenz und Datenschutz” (Version 1.0, 6. Mai 2024) für jeden Verarbeitungsschritt mit personenbezogenen Daten eine Rechtsgrundlage. Das gilt für die Eingabe, für eine mögliche Übermittlung an den Anbieter und für die weitere Nutzung. Der Landesbeauftragte für den Datenschutz Niedersachsen stellt in seinen KI-FAQ klar, dass schon ein Prompt mit personenbezogenen Daten eine Verarbeitung im Sinne der DSGVO ist.

Zwei Punkte aus dieser Richtung sind für Vereine besonders wichtig:

  • Namen entfernen reicht oft nicht. Die DSK weist darauf hin, dass das bloße Entfernen von Namen und Anschriften regelmäßig nicht zur Anonymisierung genügt. Auch ein Zusammenhang, eine seltene Funktion oder ein ungewöhnlicher Betrag kann eine Person erkennbar machen. In einem kleinen Verein ist “die eine Spende über 750 Euro im September” ja praktisch ein Name.
  • Gemeinnützig heißt nicht ausgenommen. Spender- und Mitgliederdaten sind personenbezogene Daten, sobald sie sich auf identifizierte oder identifizierbare Personen beziehen. Name, Anschrift, Kontodaten, persönliche Spendenbeträge und Mitgliedschaftsinformationen fallen darunter. Bei manchen Vereinen verrät schon die Mitgliedschaft etwas über Religion, Gesundheit oder politische Haltung. Dann kommt eben Art. 9 DSGVO ins Spiel.

Dazu die Rolle der drei Artikel, über die in Vorstandssitzungen am häufigsten gestritten wird:

VorschriftWas sie für deinen Verein heißt
Art. 6 DSGVO (Rechtmäßigkeit)Du brauchst für jeden konkreten KI-Zweck eine Rechtsgrundlage. Dass du die Daten für die Mitgliederverwaltung haben darfst, ist kein Freifahrtschein für jede weitere Nutzung.
Art. 28 DSGVO (Auftragsverarbeitung)Verarbeitet ein externer Anbieter Daten in deinem Auftrag, braucht es einen Vertrag nach Art. 28 Abs. 3. Ob ein Anbieter wirklich nur Auftragsverarbeiter ist, muss man prüfen.
Art. 35 DSGVO (Folgenabschätzung)Bei voraussichtlich hohem Risiko ist vorher eine Datenschutz-Folgenabschätzung nötig. Beim KI-Einsatz kann das häufiger der Fall sein, ist aber nicht automatisch bei jeder Nutzung so.

Zwei Grenzen gehören dazu. Ein Auftragsverarbeitungsvertrag ersetzt die Rechtsgrundlage nicht. Und “keine Nutzung zum Training” löst eben nicht alle Fragen: Speicherung, Zugriff, Löschung, Betroffenenrechte und Drittstaatenübermittlungen bleiben zu prüfen.

Wie Anthropic selbst mit Verbraucherkonten umgeht, steht auf der Datenschutzseite des Unternehmens: Chats können zur Verbesserung von Claude verwendet werden, wenn du in den Privatsphäre-Einstellungen “Model Improvement” aktivierst, oder wenn eine Unterhaltung für eine Sicherheitsprüfung markiert wird. Inkognito-Chats werden nicht zur Verbesserung genutzt. Diese Seite gilt für Free, Pro und Max; Team und Enterprise laufen unter eigenen kommerziellen Bedingungen. Wenn du dir den Vertrag deines Plans nicht angesehen hast, weißt du eben nicht, was gilt. Das ist keine Kritik an Anthropic, sondern der Grund, warum die Regel “keine Personendaten” so bequem ist: Sie funktioniert bei jedem Anbieter.

Aus den Behördenvorgaben leitet sich eine praktische Regel ab, die ich als Faustformel einfach mag: Echte Mitgliederlisten, Spenderlisten, Kontoauszüge und ausgefüllte Zuwendungsbestätigungen gehören nur in eine für diesen Zweck geprüfte und freigegebene Umgebung. Für Textentwürfe nimmst du leere Vorlagen, Platzhalter oder tatsächlich anonymisierte Beispieldaten. (Das ist eine abgeleitete Handlungsempfehlung, kein Gesetzestext.)

Ein durchgerechnetes Beispiel: der Verein “Nachbarschaftshilfe Lindenhof”

Ich nehm einen erfundenen Verein, die Nachbarschaftshilfe Lindenhof e.V. Alle Namen und Zahlen sind ausgedacht, aber die Rechnung stimmt. Aus der Buchhaltung kommen neun Spenden aus dem Geschäftsjahr:

Spender:inBetrag
(neun echte Namen, Anschriften und Kontonummern, die nicht in den Chat gehören)20 €, 25 €, 30 €, 50 €, 50 €, 80 €, 120 €, 200 €, 750 €

Die Beträge allein sind schon der Haken. Zusammen mit dem Datum und dem kleinen Ort lassen sie sich einzelnen Menschen zuordnen. Was du stattdessen in die Faktenliste schreibst:

  • 9 Spenden, zusammen 1.325 Euro. Die Durchschnittsspende liegt bei rund 147 Euro.
  • Mitgliedsbeiträge: 142 Mitglieder zu 30 Euro Jahresbeitrag, also 4.260 Euro.
  • Zuschuss der Gemeinde: 1.500 Euro.
  • Einnahmen insgesamt: 7.085 Euro. Davon 60,1 % Beiträge, 21,2 % Zuschuss, 18,7 % Spenden.
  • Ausgaben: 5.110 Euro, davon Raummiete 2.400 Euro (47,0 %), Material und Lebensmittel 1.980 Euro (38,7 %), Versicherung 310 Euro, Öffentlichkeitsarbeit 240 Euro, Sonstiges 180 Euro.
  • Überschuss: 1.975 Euro.

Und jetzt der Haken, den ich vorhin angekündigt hab. Von den neun Spenden liegen acht bei höchstens 300 Euro, zusammen 575 Euro. Würdest du diese Teilsumme zusammen mit der Gesamtsumme nennen, wäre die neunte Spende von 750 Euro per Subtraktion auf den Euro genau ablesbar – und sie macht 56,6 Prozent aller Spenden aus. Klingt übertrieben? Ist es nicht: In einem Verein mit 142 Mitgliedern weiß der halbe Stammtisch ja, wer das war. Deshalb steht in der Faktenliste eben nur die Gesamtsumme und die Anzahl, keine Aufteilung nach Betragsklassen. Teilsummen mit weniger als fünf Personen werden zusammengelegt oder weggelassen. Fünf ist keine Gesetzesgrenze, sondern eine Daumenregel von mir.

Der Aggregate-Filter
Dein Export Namen, Anschriften, Einzelbeträge
Du fasst zusammen Summen, Anzahlen, Prozente; kleine Gruppen zusammengelegt
Claude entwirft Bericht, Folien oder Brief aus den Aggregaten
Du prüfst jede Zahl gegen die Buchhaltung, Kassenprüfung bleibt
Der Filter läuft bei dir, bevor irgendetwas in einen Chatbot kommt. Er dauert ein paar Minuten und ist das ganze Sicherheitsmodell.

Und die Zuwendungsbestätigung?

Ein Sonderfall, den es so nur in Deutschland gibt. Nach § 50 Abs. 1 EStDV setzt der Spendenabzug grundsätzlich eine Zuwendungsbestätigung nach amtlich vorgeschriebenem Vordruck oder einen zugelassenen Ersatznachweis voraus. Die Muster des Bundesfinanzministeriums verlangen Wortwahl und Reihenfolge, freie Umformulierungen sind unzulässig. Ein von Claude formulierter Dankesbrief ist also kein Ersatz für eine ordnungsgemäße Bestätigung. Und eine ausgefüllte Bestätigung enthält Name, Anschrift, Betrag und Datum der Zuwendung – sie gehört damit zu den Dingen, die du nicht einfach in den Chat kopierst. Das leere amtliche Muster ist dagegen unkritisch.

Dazu der vereinfachte Nachweis: Bis einschließlich 300 Euro genügt bei steuerbegünstigten Körperschaften in der Regel ein Bareinzahlungsbeleg oder eine Buchungsbestätigung der Bank, zusammen mit einem Beleg des Empfängers, der Verwendungszweck, Freistellung von der Körperschaftsteuer und die Angabe “Spende” oder “Mitgliedsbeitrag” enthält. Die Buchungsbestätigung enthält Name und Kontonummer des Auftraggebers – auch das ist also nicht datenschutzfrei.

Der Workflow: vom Kassenbericht zur MV-Präsentation

Die Schritte kennst du ja aus unserem allgemeinen Walkthrough zu Claude Slides. Hier ist die Vereinsversion, mit den Zahlen aus dem Beispiel.

Schritt 1: Datenschutz-Einstellungen anschauen (eine Minute)

Öffne die Privatsphäre-Einstellungen und schau dir “Model Improvement” an. Entscheide mal bewusst, ob die Einstellung an sein soll. Bei reinen Aggregaten ist das Risiko gering. Warum dann trotzdem hinschauen? Weil der nächste Ehrenamtliche in deinem Team vielleicht etwas einfügt, das er nicht einfügen sollte. Gewöhn dir das halt an.

Was du sehen solltest: einen Schalter, den du lesen und ändern kannst. Bei einem Team- oder Enterprise-Plan frag die Verwaltung, welche Bedingungen für euren Arbeitsbereich gelten.

Schritt 2: Die Faktenliste schreiben

Bevor du Claude öffnest, schreibst du einen kurzen Klartextblock. Das ist dein Maßstab, gegen den du später prüfst:

Verein: Nachbarschaftshilfe Lindenhof e.V. (erfunden)
Zeitraum: Geschäftsjahr 2025
Einnahmen: 7.085 € (Mitgliedsbeiträge 4.260 € von 142 Mitgliedern; Zuschuss Gemeinde 1.500 €; Spenden 1.325 € aus 9 Spenden)
Ausgaben: 5.110 € (Raummiete 2.400 €; Material und Lebensmittel 1.980 €; Versicherung 310 €; Öffentlichkeitsarbeit 240 €; Sonstiges 180 €)
Überschuss: 1.975 €
Erfolge: Samstagsausgabe seit Mai; Kooperation mit zwei Supermärkten
Herausforderung: Ehrenamtliche für Wochentagsschichten fehlen
Beschlussvorschlag an die Mitgliederversammlung: Pilotprojekt für Abendschichten

Keine Namen, keine Einzelbeträge, keine Teilsummen, aus denen sich Einzelfälle ableiten lassen.

Schritt 3: Erst das Dokument, dann die Folien

Die Hilfeseite zu Claude Docs sagt: Du kannst Claude in einer Unterhaltung nach einem Dokument fragen, deine Anfrage mit /docs beginnen oder in der Nachrichtenzeile unter “Output” “Docs” wählen. Claude stellt dann ein paar Rückfragen und entwirft das Dokument auf dem Bildschirm. Nimm dafür mal diesen Prompt:

Erstelle einen einseitigen Kassen- und Tätigkeitsbericht für die Mitgliederversammlung
eines kleinen gemeinnützigen Vereins, ausschließlich auf Basis der Fakten unten.
Zielgruppe: Vereinsmitglieder, die keine Buchhalter sind.
Gliederung: (1) Zusammenfassung in drei Sätzen, (2) Tätigkeitsbericht, (3) Einnahmen und Ausgaben,
(4) Herausforderung und Beschlussvorschlag.
Regeln: Verwende nur die Zahlen, die ich genannt habe. Erfinde keine Zahlen, Zitate oder Prozentwerte.
Fehlt etwas, schreib [FEHLT: ...] in eckigen Klammern, statt zu raten.
Einfache Sprache, kein Fachjargon, höchstens 350 Wörter. Der Bericht ersetzt keine Kassenprüfung.

[Faktenliste einfügen]

Die beiden Regeln, die sich auszahlen: “nur meine Zahlen” und die eckigen Klammern. Ohne sie neigen Sprachmodelle eben dazu, Lücken mit plausibel klingenden Details zu füllen.

Was du sehen solltest: ein Dokument mit vier Abschnitten. Und dann: lies jede Zahl gegen deine Faktenliste. Nicht einfach überfliegen. Jede Zahl, die nicht in der Liste steht, hat im Bericht nichts verloren.

Schritt 4: Per Anweisung nachbessern

Tipp direkt im Dokument oder gib Claude Änderungen auf. Laut Hilfeseite können Personen mit Bearbeitungsrecht gleichzeitig mit dir und Claude am selben Dokument arbeiten. Beispiele:

  • “Kürze die Zusammenfassung auf zwei Sätze und beginne mit dem Überschuss.”
  • “Der Abschnitt Herausforderung klingt wie eine Klage. Formuliere ihn als Entscheidung für die Versammlung.”
  • “Füg am Ende einen Dank an die Ehrenamtlichen ein, ohne Namen zu nennen.”

Schritt 5: Aus dem Bericht werden Folien

Die Hilfeseite sagt, dass du Claude bitten kannst, ein Dokument in eine Präsentation mit Claude Slides umzuwandeln. Sei konkret bei Zielgruppe und Länge:

Mach aus diesem Bericht eine Präsentation mit 6 Folien für die Mitgliederversammlung.
Pro Folie ein Gedanke. Folie 1: Das Wichtigste auf einen Blick. Folien 2–3: Tätigkeitsbericht.
Folie 4: Einnahmen und Ausgaben. Folie 5: Herausforderung. Folie 6: Beschlussvorschlag.
Je Folie eine Überschrift und höchstens drei kurze Stichpunkte.
Schlage, wo sinnvoll, ein einfaches Diagramm vor, nur mit den Zahlen aus dem Bericht.

Was du sehen solltest: eine bearbeitbare Präsentation im Gespräch. Aus unserem früheren Walkthrough weißt du: Struktur und Argumentation sitzen meist, die Optik braucht halt eine Runde. Abstände, Schriftgrößen und das Diagramm sind die üblichen Kandidaten.

Schritt 6: Der Zahlen-Check

Das ist der Schritt, der aus einem Entwurf etwas macht, das du dem Vorstand zeigen kannst. Leg die Faktenliste neben die Folien und hake jede Zahl ab. Danach darf Claude als zweites Augenpaar ran:

Liste jede Zahl und jede Tatsachenbehauptung dieser Präsentation auf.
Sag mir zu jeder, ob sie in den Fakten steht, die ich dir am Anfang des Gesprächs gegeben habe.
Markiere alles, was dort nicht vorkommt.

Tja, perfekt ist das nicht, weil ja dasselbe Modell prüft, das geschrieben hat. Es ist ein schneller Filter vor deinem eigenen Blick, kein Ersatz für ihn. Und: Die Kassenprüfung bleibt Sache der Kassenprüfer. Ein KI-Bericht ist nie die Grundlage für die Entlastung des Vorstands.

Schritt 7: Exportieren und weitergeben

Bei Folien nennt Anthropics Ankündigung PowerPoint und PDF; Berichten zufolge gehen Präsentationen auch als bearbeitbare Dateien nach Google Slides. Dass PowerPoint- und PDF-Downloads aussehen wie im Editor, ist Anthropics Aussage, kein unabhängig getesteter Fakt. Öffne jede Exportdatei lieber einmal, bevor du sie auf den Beamer legst.

Bei Dokumenten listet die Hilfeseite vier Exportformate:

Anthropics Hilfeseite zu Claude Docs, Abschnitt “Export a doc”: Word (.docx), PDF (.pdf), Markdown (.md) und Google Docs sowie der Hinweis, dass Claude ein Dokument in eine Präsentation mit Claude Slides umwandeln kann
Hilfeseite zu Claude Docs: Exportformate und der Weg zu Slides
Quelle: Claude Help Center, “Get started with Claude Docs”

Freigabe funktioniert je nach Plan anders. In Free, Pro und Max kannst du ein Dokument mit allen teilen, die den Link haben, als Leser oder Bearbeiter. In Team und Enterprise lassen sich Dokumente nicht außerhalb der Organisation teilen, weder per Link noch per E-Mail-Einladung. Für Vorstandsunterlagen heißt das: Ein Link im Free-Plan ist bequem, aber für jeden zugänglich, der ihn bekommt. Wenn das ein Problem ist, verschickst du eben ein PDF.

Prompts zum Mitnehmen

Alle Prompts setzen voraus, dass du die Faktenliste schon hast.

Der Jahresbericht für die Website:

Schreib aus diesen Fakten einen Jahresrückblick für die Website unseres Vereins, 300 Wörter,
im Ton eines freundlichen Nachbarn. Keine Superlative, keine erfundenen Zitate.
Wo eine Geschichte helfen würde, setz [GESCHICHTE: ...] als Platzhalter.

Echte Geschichten von Menschen, die ihr unterstützt, kommen von dir, mit deren Einwilligung. Die kann das Modell eben nicht liefern.

Der Spendenaufruf aus Stichpunkten:

Mach aus diesen Stichpunkten einen Spendenaufruf für Förderer, höchstens 250 Wörter.
Genau eine konkrete Bitte am Ende. Keine erfundenen Zahlen.
[eigene Stichpunkte einfügen]

Der Dank, der klingt wie ihr:

Hier ist ein Absatz aus unserem letzten, bereits veröffentlichten Jahresbericht, damit du unseren Ton triffst:
[100–150 Wörter eigener, öffentlicher Text]
Schreib den Entwurf oben in diesem Ton um. Alle Zahlen bleiben unverändert.

Nimm hier nur öffentliche, freigegebene Texte. Ein veröffentlichter Jahresbericht ist ja in Ordnung, ein interner Mailverkehr nicht.

Die Übersetzung für die Mitgliederversammlung:

Formuliere diesen Finanzabsatz so um, dass ihn Mitglieder ohne Buchhaltungskenntnisse verstehen.
Erkläre Fachbegriffe in einer kurzen Klammer. Ändere keine Zahlen.

Welche Option passt zu welchem Verein?

Du hast mehr Möglichkeiten als “Designer bezahlen” oder “mit Vorlagen basteln”. Hier mal ein Vergleich, der sich auf das beschränkt, was ich belegen konnte:

Claude FreeClaude for Nonprofits (Team)Claude Enterprise
Kosten0 €Nonprofit-Standardpreis laut Anthropic 8 US-Dollar je Nutzer und Monat, mindestens 2 Plätze, bis 150 Plätze (zzgl. Steuern)Vertrieb kontaktieren
Docs + SlidesEnthalten, innerhalb der NutzungslimitsEnthalten, standardmäßig anEnthalten, ab 15. Oktober standardmäßig an
Dokument teilenMit allen, die den Link habenNur innerhalb der OrganisationNur innerhalb der Organisation
DatenbedingungenVerbraucherbedingungen: Chats können genutzt werden, wenn “Model Improvement” an istKommerzielle BedingungenKommerzielle Bedingungen
Gut fürEine Person, die Berichte aus Aggregaten entwirftEin kleines Team mit gemeinsamem ArbeitsbereichGroße Organisationen mit Admin- und Compliance-Bedarf

Zu Claude for Nonprofits, soweit Anthropics Seite etwas hergibt: Das Programm steht ja registrierten 501(c)(3)-Organisationen “and their international equivalents” offen. Für Claude Team läuft die Prüfung bei Teams unter 20 Personen über den Partner Goodstack, die Seite spricht von etwa zwei bis drei Minuten; größere Organisationen verifizieren über den Vertrieb. Die Startseite des Programms führt aber keine Deutschland-Liste mit den Rechtsformen e.V., gGmbH und Stiftung. Ob dein Verein zugelassen wird, hängt also von der nachgewiesenen Gemeinnützigkeit und der Verifizierung ab, nicht allein von der Rechtsform. Wenn du dich bewerben willst, frag dort lieber nach, bevor du budgetierst. Und noch was, das mir wichtig ist: Ein Nonprofit-Rabatt ändert nichts an der DSGVO. Auch im bezahlten Team-Plan brauchst du eine Rechtsgrundlage und einen geprüften Vertrag, bevor Spenderdaten hineindürfen.

Muss ich KI-Texte kennzeichnen? Der AI Act in zwei Absätzen

Seit dem 2. August 2026 gelten die Transparenzpflichten des Art. 50 der EU-KI-Verordnung. Das heißt aber nicht, dass jeder KI-unterstützte Vereinstext einen Hinweis tragen muss. Relevant ist Art. 50 Abs. 4: Wer einen Text veröffentlicht, der die Öffentlichkeit über Angelegenheiten von öffentlichem Interesse informieren soll, muss offenlegen, dass er künstlich erzeugt oder manipuliert wurde. Die Pflicht entfällt, wenn der Inhalt von Menschen geprüft oder redaktionell kontrolliert wurde und jemand die redaktionelle Verantwortung trägt.

Für deinen Alltag heißt das: Eine interne Einladung oder ein persönlicher Dankesbrief fällt nach dieser Regel normalerweise nicht darunter. Ein veröffentlichter Text zu einer gesellschaftlichen oder politischen Sachfrage kann es tun, und wenn er geprüft ist und der Verein die Verantwortung trägt, greift die Ausnahme. Für Deepfake-Bilder, -Audio und -Video gelten ohnehin eigene Pflichten. Das ist eine Anwendung der gesetzlichen Kriterien, keine Einzelfallentscheidung der Kommission. Ein “Dieser Text wurde mit KI-Unterstützung entworfen und redaktionell geprüft” im Impressum kostet dich ja nichts. In der amerikanischen Studie von Blackbaud Institute und Candid sagten mehr als drei Viertel der befragten Spenderinnen und Spender, dass die Offenlegung von KI-Einsatz wichtig ist, während nur etwa ein Viertel der Beschäftigten sie tatsächlich praktiziert. (Das ist US-Datenlage, aber ob die Richtung hierzulande anders ausfällt, bezweifle ich.)

Was das für dich bedeutet

Wenn du im Vorstand sitzt. Dein Risiko ist die Haftung, nicht das Werkzeug. Dein erster Schritt: Schreib ’ne halbe Seite “Was wir eingeben und was nicht”, bevor jemand im Team experimentiert. Als Vorlage taugt die KI-Governance-Ordnung für Vereine, die Vereinswelt als Muster anbietet, oder die NTEN-Vorlage aus den USA.

Wenn du Schatzmeisterin oder Schatzmeister bist. Texte aus Zahlen kannst du dir schreiben lassen, das Rechnen und Prüfen aber nicht. Dein erster Schritt: Nimm einen Absatz aus dem letzten Kassenbericht und lass ihn für Nicht-Buchhalter umschreiben, ohne dass sich eine Zahl ändert.

Wenn du die Geschäftsführung einer kleinen gGmbH oder Stiftung bist. Ihr habt eher einen Team-Plan im Blick. Dein erster Schritt: Prüf, ob ihr als Organisation für das Nonprofit-Programm in Frage kommt, und lass den Datenschutzbeauftragten die Bedingungen ansehen, bevor jemand echte Daten hochlädt.

Wenn du die Öffentlichkeitsarbeit ehrenamtlich machst. Dein Alltag sind ja Texte und Folien, genau da hilft das Werkzeug am meisten. Dein erster Schritt: Nimm den letzten Newsletter, gib nur bereits veröffentlichten Text als Tonprobe und lass einen Entwurf für den nächsten schreiben. Unser Kurs KI in der Öffentlichkeitsarbeit für Vereine geht das Schritt für Schritt durch.

Wenn du in einer Kirchengemeinde oder einem Förderverein aktiv bist. Bei Gemeindeinfos ist die Mitgliedschaft selbst oft eine sensible Angabe. Dein erster Schritt: Bau den Gemeindebrief aus einer reinen Terminliste, ganz ohne Namen von Gemeindemitgliedern.

Wenn du Fördermittel beantragst. Folien helfen dir beim Pitch, schreiben deinen Antrag aber nicht fertig. Dein erster Schritt: Gib deine eigenen Gutachter-Stichpunkte als Faktenliste ein und lass daraus eine lesbare Projektbeschreibung entwerfen. Prüf die Förderbedingungen auf Regeln zum KI-Einsatz.

Wenn du eine Organisation mit Enterprise-Vertrag bist. Dann entscheidet eben die Administration. Frag, wer Inhaber der Organisation ist und ob Docs, Slides und Design unter “Organization settings”, dann “Artifacts” aktiviert sind. Dein erster Schritt: Frag nach den Datenbedingungen für euren Arbeitsbereich.

Stolpersteine und Lösungen

“Mitten im Bericht ist mein Free-Kontingent leer.” Docs und Slides zählen eben zum normalen Nutzungslimit, und längere Entwürfe brauchen mehr. Teil die Arbeit am besten auf: erst der Bericht, später die Folien. Kürzere, genauere Prompts sind sparsamer als lange Hin-und-her-Runden.

“Die PDF-Ausgabe sieht schief aus.” Ein Nutzer schrieb am 9. Oktober auf X, die PDF-Erzeugung aus Claude Design sei “always a mess” und brauche mehrere Versuche. Das ist ein einzelner Erfahrungsbericht mit kaum Resonanz, also kein Urteil. Aber öffne jede Exportdatei sicherheitshalber vor der Versammlung, und probier notfalls mal PowerPoint oder Word.

“Claude hat eine Zahl hineingeschrieben, die ich nie genannt habe.” Kommt vor. Deshalb steht “nur meine Zahlen” im Prompt, und deshalb gibt es Schritt 6. Sag es direkt: “Die 14 % stehen nicht in meinen Fakten. Entferne sie und alles Ähnliche.” Dann lies das Ganze danach noch mal in Ruhe durch.

“Ich kann das Dokument nicht außerhalb unseres Teams teilen.” In Team und Enterprise ist das so dokumentiert. Exportier dafür einfach ein PDF.

“Das Diagramm hat sich nicht aktualisiert, als sich meine Zahlen änderten.” Die Hilfeseite führt das unter bekannten Einschränkungen: Diagramme aktualisieren sich nicht automatisch. Bitte Claude einfach, sie neu aus den aktuellen Daten zu erzeugen.

“Ich kann auf dem Handy keine Freigabe ändern.” Auch dokumentiert: Die mobile App für iOS und Android kann Freigabeeinstellungen noch nicht ändern. Mach das halt im Browser.

“Es gibt keine Kommentar-Rolle.” Auch das steht unter bekannten Einschränkungen. Wer Feedback ohne Änderungsrecht geben soll, bekommt ein PDF.

“Unsere Admins haben es noch nicht eingeschaltet.” Bei Enterprise können Inhaber Docs, Slides und Design vor dem 15. Oktober unter “Organization settings”, “Artifacts” aktivieren. Sonst kommt es am 15. Oktober ja ohnehin von selbst.

Was nicht geht

Es macht Daten nicht sicher. Die Aggregate-Regel ist halt eine Gewohnheit, kein Schalter. Keine Einstellung verwandelt einen Spenderdatensatz in etwas, das du unbedenklich einfügen kannst.

Es ersetzt keine Kassenprüfung. Berichte entwirft Claude, prüfen muss ein Mensch. Die Entlastung des Vorstands beruht auf der Prüfung deiner Buchhaltung, nicht auf einem KI-Text.

Es ersetzt keine amtliche Zuwendungsbestätigung. Die Muster des Finanzministeriums verlangen feste Wortwahl und Reihenfolge. Hier gilt der Vordruck, nicht der Textgenerator.

Es garantiert keine richtige Zahl. Sprachmodelle schreiben flüssig, und flüssiger Text kann eben auch falsch sein. Jede Zahl braucht einen menschlichen Abgleich mit deinen Unterlagen.

Es spricht nicht für die Menschen, denen ihr helft. Keine erfundenen Beispielgeschichten, und echte Geschichten nur mit Einwilligung.

Es macht Dashboards und Motion nicht kostenlos. Das sind getrennte Beta-Werkzeuge in bezahlten Plänen.

Es ist keine KI-Richtlinie. In der ZiviZ-Befragung berichten nur 9 Prozent von verbindlichen Regeln. Das Werkzeug kann sie nicht für dich aufstellen, das muss der Vorstand schon selbst tun.

Häufige Fragen

Ist Claude Slides wirklich kostenlos? Ja, mit Nutzungslimits. Seit dem 8. Oktober 2026 sind Docs, Slides und Design in jedem Claude-Plan verfügbar, auch in Free. Eine feste Zahl kostenloser Präsentationen nennt Anthropic eben nicht.

Betrifft mich der 15. Oktober? Nur bei Enterprise. Dann schalten sich Docs, Slides und Design standardmäßig ein, und Inhaber können sie ja schon früher aktivieren.

Darf ich Spendernamen eingeben? Ich würde es nicht tun. Die DSK verlangt für jede Verarbeitung personenbezogener Daten eine Rechtsgrundlage, und der sichere Weg sind Aggregate. Kleine Gruppen fasst du eben zusammen, damit niemand erkennbar wird.

Trainiert Claude mit meinen Chats? Bei Verbraucherkonten kann Anthropic Chats zur Verbesserung nutzen, wenn du “Model Improvement” aktivierst oder eine Unterhaltung für die Sicherheitsprüfung markiert wird. Inkognito-Chats werden ja nicht genutzt. Team und Enterprise haben eigene kommerzielle Bedingungen.

Brauche ich Claude for Nonprofits? Zum Ausprobieren eigentlich nicht. Der Free-Plan reicht für eine Person, die Berichte aus Aggregaten entwirft. Der Nonprofit-Team-Plan lohnt sich, wenn mehrere Personen gemeinsam arbeiten oder du kommerzielle Datenbedingungen brauchst.

Kann mein e.V. am Nonprofit-Programm teilnehmen? Möglich, aber nicht automatisch. Anthropic nennt “international equivalents” von 501(c)(3)-Organisationen, führt aber keine deutsche Rechtsformliste. Maßgeblich sind eben die nachgewiesene Gemeinnützigkeit und die Verifizierung.

Welche Formate kann ich exportieren? Dokumente als Word, PDF, Markdown und Google Docs. Präsentationen laut Anthropic als PowerPoint und PDF, nach Berichten auch als bearbeitbare Dateien nach Google Slides. Öffne jede Datei am besten mal vor dem Einsatz.

Muss ich KI-Texte im Verein kennzeichnen? Nicht pauschal. Seit dem 2. August 2026 gelten Transparenzpflichten für bestimmte veröffentlichte Texte zu Angelegenheiten von öffentlichem Interesse, mit Ausnahme bei menschlicher Prüfung und redaktioneller Verantwortung. Für Deepfakes gelten eben eigene Regeln.

Kann Claude die Zuwendungsbestätigung ausstellen? Nein. Dafür gilt das amtliche Muster mit festgelegtem Wortlaut. Die ausgefüllte Bestätigung enthält ja persönliche Daten und gehört nicht in einen Chat.

Soll ich meinen Mitgliedern sagen, dass wir KI nutzen? Ja. Ein Satz in der Einladung zur Versammlung oder im Jahresbericht schafft Vertrauen und kostet ja nichts.

Fazit

Mit dem Free-Plan lässt sich jetzt ein Kassenbericht samt Folien entwerfen, ganz ohne Designer. Das ist echte Hilfe für Ehrenamtliche mit wenig Zeit. Was das Werkzeug nicht mitbringt, ist Urteilsvermögen über deine Daten, und das bleibt eben Sache des Vorstands. Baust du die Faktenliste, hältst Namen und Einzelbeträge heraus, prüfst jede Zahl und öffnest den Export vor der Versammlung, hast du das Wesentliche schon erledigt.

Wenn du tiefer einsteigen willst: Unser Kurs KI für Vereine deckt Vorstandsarbeit und Alltagsfälle ab, KI in der Öffentlichkeitsarbeit für Vereine die Kommunikation, und Datenschutz im Alltag mit KI erklärt, was du Anbietern anvertrauen kannst. Was meinst du: Hat euer Verein eine Regel dafür, was in KI-Tools eingegeben werden darf? Schreib’s mir in die Kommentare, ich bin gespannt.

Quellen

Echte KI-Skills aufbauen

Schritt-für-Schritt-Kurse mit Quizzes und Zertifikaten für den Lebenslauf