Sonntagabend, 21 Uhr. Du sitzt vor dem Laptop und brauchst bis morgen einen Unterrichtsentwurf. Auf dem Schreibtisch liegen 90 Klassenarbeiten, die korrigiert werden wollen. Drei Eltern warten auf eine E-Mail-Antwort. Am Dienstag steht das Elterngespräch an, auf das du dich noch vorbereiten musst. Und irgendwo zwischen Bildungsplan-Vorgaben und Fachkonferenz-Protokoll hast du den Überblick verloren.
Klar, KI könnte helfen. Vielleicht hast du ChatGPT sogar schon mal ausprobiert. Aber nach einer Woche Unterricht in der leeren Prompt-Box rumstochern, während dein Kopf schon auf Standby ist? Da kommt selten was Brauchbares bei raus.
Hier ist, was wirklich funktioniert: fertige Vorlagen. Prompts, die schon strukturiert und getestet sind – du füllst nur noch deine Details ein. Kopieren, einfügen, Klammern ersetzen, Enter drücken. Fertig.
In Deutschland unterrichten rund 800.000 Lehrkräfte – und immer mehr greifen zu KI-Tools. Laut aktuellen Umfragen nutzen bereits 85% der Lehrerinnen und Lehrer KI in irgendeiner Form, und die, die es geschickt machen, sparen rund 6 Stunden pro Woche. Der Unterschied zwischen “das Ding bringt mir nix” und “wie hab ich ohne das unterrichtet” liegt fast immer am Prompt.
Ich habe 25 Templates zusammengestellt, die auf die echte Arbeit im deutschen Schulalltag zugeschnitten sind. Ob Grundschule, Realschule, Gymnasium oder Berufsschule – ob du in NRW, Bayern oder Sachsen unterrichtest. Keine generischen “schreib mir was”-Prompts. Stattdessen sortiert nach dem, was dir tatsächlich die Zeit frisst: Unterrichtsplanung, Bewertung und Notengebung, differenzierter Unterricht, Schüler-Engagement und der ganze Verwaltungsaufwand plus Elternkommunikation, von dem dir im Referendariat keiner erzählt hat.
Wenn du allgemeine KI-Templates suchst – zum Schreiben, Coden oder Analysieren – schau dir unsere 20 kostenlosen KI-Prompt-Templates an. Was hier kommt, ist speziell für den Schulalltag.
Unterrichtsplanung
1. Unterrichtsentwurf-Generator
Erstelle einen detaillierten Unterrichtsentwurf mit folgenden Angaben:
- Fach: [z.B. "Biologie"]
- Klassenstufe: [z.B. "Klasse 9, Gymnasium"]
- Thema: [z.B. "Zellteilung -- Mitose und Meiose"]
- Dauer: [z.B. "45-Minuten-Stunde"]
- Lernziele: [z.B. "SuS vergleichen Mitose und Meiose und können die Phasen beider Prozesse benennen und erklären"]
- Lehrplan: [z.B. "Kernlehrplan NRW Biologie Sek I" oder Bildungsplan deines Bundeslands]
Enthalten soll:
- Einstieg (5 Minuten)
- Direkte Instruktion mit zentralem Fachvokabular
- Erarbeitungsphase
- Sicherung oder Gruppenarbeit
- Reflexion/Exit-Ticket
- Benötigte Materialien
- Differenzierung für leistungsschwächere SuS
Mach es praxistauglich. Ich muss das morgen unterrichten.
2. Einstiegsaktivität-Ersteller
Erstelle eine 5-Minuten-Einstiegsaktivität für meinen Unterricht:
- Fach: [z.B. "Mathematik"]
- Heutiges Thema: [z.B. "Lineare Gleichungssysteme lösen"]
- Klassenstufe: [z.B. "Klasse 8, Realschule"]
- Gewünschtes Energielevel: [ruhig/energiegeladen/fokussiert]
- Was die SuS bereits wissen: [z.B. "Sie können einfache lineare Gleichungen lösen"]
Die Aktivität soll:
- Alle SuS in den ersten 30 Sekunden aktivieren
- Bezug zur heutigen Stunde haben
- Ohne Aufbau oder Materialien auskommen, die nicht schon im Raum sind
- Auf einen Blick von vorne bewertbar sein
3. Unterrichtsreihen-Planer
Plane eine Unterrichtsreihe mit folgenden Vorgaben:
- Fach: [z.B. "Geschichte"]
- Klassenstufe: [z.B. "Klasse 11, Gymnasium, Oberstufe"]
- Thema: [z.B. "Die Französische Revolution -- Ursachen, Verlauf und Folgen"]
- Dauer: [z.B. "3 Wochen, 3 Stunden pro Woche, je 45 Minuten"]
- Lehrplan-Standards: [z.B. "Kernlehrplan NRW Geschichte Sek II" oder Bildungsplan deines Bundeslands]
Enthalten soll:
- Stunde-für-Stunde-Planung mit Schwerpunkt jeder Einzelstunde
- Methodenvielfalt (nicht nur Frontalunterricht)
- Mindestens 2 formative Lernstandserhebungen im Verlauf
- Abschlussklausur mit kurzer Beschreibung
- Zentrale Quellen und Materialien
- Eingeplanter Wiederholungstag vor der Klausur
Gehe davon aus: Beamer, Whiteboard, SuS haben Tablets oder Laptops.
4. Vertretungsstunden-Plan
Ich brauche einen Notfall-Vertretungsplan. Schreibe ihn so, dass eine fachfremde Vertretungskraft ihn ohne Rückfragen umsetzen kann.
- Fach: [z.B. "Deutsch, Klasse 7, Gymnasium"]
- Klassenstufe: [z.B. "Klasse 7"]
- Aktuelles Thema: [z.B. "Wir lesen 'Tschick' von Wolfgang Herrndorf, aktuell bei Kapitel 12"]
- Was die SuS bisher wissen: [z.B. "Sie haben Figurenentwicklung und die Themen Freundschaft und Identität bis Kapitel 11 besprochen"]
- Stundenlänge: [z.B. "45 Minuten"]
- Anzahl Klassen: [z.B. "3 Parallelklassen mit gleichem Unterricht"]
Enthalten soll:
- Schritt-für-Schritt-Anleitung ohne Rätselraten
- Abgeschlossene Aktivität (Lehrplan nicht zu weit vorantreiben)
- Classroom-Management-Hinweise (wo liegt Sitzplan, wen bei Fragen ansprechen)
- Was tun, wenn SuS früher fertig sind
- Was auf meinem Pult liegen soll
5. Fächerübergreifender Verknüpfer
Hilf mir, Verbindungen zwischen zwei Fächern zu finden:
- Fach A: [z.B. "Klasse 8 Mathematik -- Lineare Funktionen"]
- Fach B: [z.B. "Klasse 8 Physik -- Geschwindigkeit und Beschleunigung"]
- Klassenstufe: [z.B. "Klasse 8, Gymnasium"]
- Was die SuS in beiden Fächern gerade lernen: [kurze Beschreibung]
Erstelle 3 integrierte Aktivitäten, die:
- Beide Fächer sinnvoll verbinden (nicht nur "mach Mathe im Physik-Unterricht")
- In beiden Fachräumen funktionieren
- Jeweils 20-30 Minuten dauern
- Eine kurze Begründung enthalten, die ich meinem Kollegen als Kooperationsvorschlag nennen kann
Ich will konkrete Aktivitäten, keine vagen Ideen, wie die Fächer zusammenhängen.
Bewertung & Notengebung
Wenn Bewertungsraster bauen ein regelmässiger Zeitfresser für dich ist, probier unseren Assessment Rubric Generator – ein Klick, Aufgabendetails rein, fertig.
6. Bewertungsraster-Generator
Erstelle ein detailliertes Bewertungsraster für diese Aufgabe:
- Aufgabentyp: [z.B. "Erörterung / argumentativer Aufsatz"]
- Fach: [z.B. "Deutsch"]
- Klassenstufe: [z.B. "Klasse 10, Gymnasium"]
- Bewertungskriterien: [z.B. "Thesenformulierung, Argumentationsstruktur, Belege und Beispiele, sprachliche Richtigkeit, Textaufbau"]
- Punkteskala: [z.B. "Deutsche Notenskala 1-6" oder "4-stufig: sehr gut / gut / ausreichend / mangelhaft"]
Für jedes Kriterium:
- Beschreibe, wie jede Leistungsstufe konkret aussieht
- Nutze schülerfreundliche Sprache (SuS sehen dieses Raster)
- Gib Punktwerte an
Formatiere als Tabelle, die ich in ein Dokument einfügen kann.
7. Feedback-Generator
Schreibe spezifisches, motivierendes Feedback auf diese Schülerarbeit:
[Schülerarbeit hier einfügen]
Kontext:
- Fach: [z.B. "Englisch als Fremdsprache, Gymnasium"]
- Aufgabe: [z.B. "Textanalyse zu Symbolik in 'Lord of the Flies'"]
- Klassenstufe: [z.B. "Klasse 11, Oberstufe"]
- Stärken, die ich hervorheben möchte: [z.B. "Der Umgang mit Textbelegen wird besser"]
- Verbesserungspotenzial: [z.B. "Die Analyse bleibt an der Oberfläche, muss erklären WARUM das Symbol wichtig ist"]
Schreibe 3-4 Sätze Feedback, das:
- Mit etwas konkret Positivem beginnt (nicht nur "gut gemacht")
- Den Verbesserungsbereich benennt, ohne die Motivation zu zerstören
- Einen konkreten Tipp für das nächste Mal gibt
- Klingt, als hätte ein echter Lehrer es geschrieben, kein Roboter
8. Klassenarbeit-Ersteller
Erstelle eine Leistungsüberprüfung zu folgendem Thema:
- Art: [Test / Klassenarbeit / Klausur]
- Thema: [z.B. "Fotosynthese und Zellatmung"]
- Fach: [z.B. "Biologie"]
- Klassenstufe: [z.B. "Klasse 10, Gymnasium"]
- Aufgabenverteilung:
- [X] Multiple-Choice-Aufgaben
- [X] Kurzantwort-Aufgaben
- [X] Erörterung / erweiterter Aufgabenteil
- Anforderungsbereiche: [z.B. "Mix aus Reproduktion, Reorganisation und Transfer -- Schwerpunkt Transfer"]
- Zeit: [z.B. "45 Minuten"]
Enthalten soll:
- Erwartungshorizont mit kurzen Erklärungen pro Antwort
- Punkteverteilung pro Aufgabe (Gesamtsumme soll glatte Zahl für Notenberechnung ergeben)
- Eine Zusatzaufgabe (optional, hebt die Stimmung)
Für schnelle Übungsklausuren mit Lösungsschlüssel erledigt der Practice Exam Generator die Schwerarbeit.
9. Übungsklausur-Schreiber
Schreibe eine Probeklausur, mit der SuS selbstständig lernen können:
- Klausurtyp: [z.B. "Klausurvorbereitung / Halbjahresklausur"]
- Fach: [z.B. "Chemie"]
- Klassenstufe: [z.B. "Klasse 11, Gymnasium, Oberstufe"]
- Themen: [z.B. "Atombau, Periodensystem, chemische Bindungen, Stöchiometrie, Gasgesetze"]
- Format: [ans echte Klausurformat anpassen, z.B. "30 MC, 5 Kurzantworten, 2 Rechenaufgaben"]
Enthalten soll:
- Lösungsschlüssel mit schrittweisen Erklärungen (nicht nur die richtige Antwort)
- Kennzeichnung, welches Thema jede Frage abdeckt, damit SuS wissen, wo sie nacharbeiten müssen
- Schwierigkeitsverteilung: 40% Reproduktion, 40% Anwendung, 20% Transfer
SuS sollen das eigenständig als Hausaufgabe machen können.
10. Lehrplan-Alignment-Prüfer
Prüfe, wie gut meine geplanten Aktivitäten mit den Bildungsplan-Standards übereinstimmen:
Ich unterrichte: [z.B. "Klasse 5 Mathematik -- Addition und Subtraktion von Brüchen mit ungleichen Nennern"]
Klassenstufe: [z.B. "Klasse 5, Gymnasium"]
Lehrplan: [z.B. "Kernlehrplan NRW Mathematik Sek I" oder Bildungsplan deines Bundeslands]
Hier sind meine geplanten Aktivitäten:
1. [Aktivität 1 beschreiben]
2. [Aktivität 2 beschreiben]
3. [Aktivität 3 beschreiben]
4. [Aktivität 4 beschreiben]
Für jede Aktivität:
- Welche spezifischen Kompetenzen oder Kompetenzerwartungen deckt sie ab?
- Wie stark ist die Übereinstimmung (Volltreffer / teilweise / am Rande)?
- Fehlen Standards, die ich in dieser Reihe abdecken sollte?
Liste die konkreten Lehrplan-Bezüge auf, damit ich sie in meiner Planung angeben kann.
Differenzierter Unterricht
Differenzierung ist der Bereich, in dem KI pro investierter Minute am meisten Zeit spart. Drei Versionen jeder Aufgabe von Hand schreiben? Brutal. Diese Templates erledigen die Strukturarbeit, damit du dich auf das konzentrieren kannst, worauf es ankommt: deine Schülerinnen und Schüler kennen.
Unser Differentiated Lesson Content Creator und der Learning Style Adapter gehen noch tiefer, wenn du spezialisierte Tools für Differenzierung brauchst.
11. Niveaudifferenzierte Aufgaben
Erstelle 3 Versionen dieser Aufgabe für unterschiedliche Leistungsniveaus:
Originalaufgabe:
[Aufgabe hier einfügen]
- Fach: [z.B. "Klasse 6, Naturwissenschaften"]
- Klasse: [z.B. "Klasse 6, Gymnasium"]
- Thema: [z.B. "Wetter und Klima"]
Erstelle Versionen für:
1. Fördergruppe (below grade level) - Mehr Hilfestellungen, einfachere Sprache, geführte Struktur (Satzanfänge, Wortlisten, weniger offene Fragen)
2. Regelgruppe (at grade level) - Die Standardaufgabe mit moderater Unterstützung
3. Fordergruppe (above grade level) - Erweiterte Denkaufgaben, offene Anwendung, weniger Hilfestellung
Alle drei Versionen sollen:
- Dieselben Kernkonzepte und Lernziele abdecken
- So ähnlich aussehen, dass SuS sich nicht stigmatisiert fühlen
- Mit demselben Bewertungsraster bewertbar sein (angepasste Erwartungen)
12. Förderplan-Ersteller
Schreibe messbare Lernziele und einen Förderplan für diesen Schüler/diese Schülerin:
- Schülerkontext: [z.B. "Klasse 8, diagnostizierte Lese-Rechtschreib-Schwäche (LRS)"]
- Förderbereich: [z.B. "Leseverstehen, insbesondere Schlussfolgerungen aus Texten ziehen"]
- Fachbereich: [z.B. "Deutsch"]
- Aktuelles Leistungsniveau: [z.B. "Kann die Hauptidee mit 60% Trefferquote auf Klassenniveau erfassen, Schwierigkeiten bei inferentiellen Fragen"]
- Ziel am Ende des Halbjahres: [z.B. "Inferentielle Verständnisfragen mit 75% Genauigkeit auf angepasstem Textmaterial beantworten"]
Schreibe 2-3 Ziele, die:
- Spezifisch und messbar sind (mit Kriterien, Bedingungen, Zeitrahmen)
- Innerhalb eines Halbjahres erreichbar sind
- 2-3 Zwischenschritte pro Ziel für die Fortschrittskontrolle enthalten
- In klarer, professioneller Sprache für einen Förderplan geschrieben sind
Schlage außerdem 3 Classroom-Maßnahmen (Nachteilsausgleich) vor, die diese Ziele unterstützen.
In Deutschland sind Förderpläne, Nachteilsausgleich und Inklusion fester Bestandteil des Schulalltags – und eine der zeitintensivsten Aufgaben. Wenn Förderplanung einen grossen Teil deiner Arbeit ausmacht, können diese Templates eine 45-Minuten-Sitzung auf 10 Minuten Überprüfung und Feinschliff reduzieren.
13. Leseniveau-Anpasser
Schreibe diesen Text auf einem anderen Leseniveau um, behalte aber die Kernkonzepte bei:
Originaltext:
[Text hier einfügen]
- Ziel-Leseniveau: [z.B. "Vereinfacht für SuS mit Leseschwäche / Leseniveau Klasse 4"]
- Fachlicher Kontext: [z.B. "Sachtext über den Wasserkreislauf für eine Inklusionsklasse"]
- Zweck: [z.B. "SuS sollen Verdunstung, Kondensation und Niederschlag verstehen"]
Anforderungen:
- Behalte alle Fachbegriffe (markiere sie fett, damit ich sie vorab einführen kann)
- Vereinfache den Satzbau, ohne den Inhalt zu verflachen
- Teile lange Absätze in kürzere auf
- Füge 2-3 Verständnisfragen am Ende hinzu, die zum neuen Niveau passen
14. DaZ-Scaffolding-Ersteller
Erstelle Unterstützungsmaterial für einen Schüler / eine Schülerin, der/die Deutsch als Zweitsprache lernt:
- Deutschkenntnisse: [Anfänger / Mittelstufe / Fortgeschritten]
- Erstsprache: [z.B. "Arabisch" oder "Ukrainisch" oder "Türkisch"]
- Thema: [z.B. "Die Industrialisierung -- Ursachen und Schlüsselereignisse"]
- Fach: [z.B. "Geschichte"]
- Klassenstufe: [z.B. "Klasse 8, Realschule"]
Erstelle ein Hilfspaket mit:
- Schlüsselwortliste (10-15 Wörter) mit einfachen Definitionen und dem Wort in einem Satz
- Vorschläge für visuelle Hilfen (welche Bilder oder Diagramme würden helfen)
- 5 Satzanfänge für Klassenteilnahme (z.B. "Eine Ursache der Industrialisierung war ___, weil ___")
- Angepasste Version der Hauptaufgabe mit zusätzlichen Hilfestellungen
- Kurzer Hinweis zu möglichen Kognaten, falls der/die SuS [Sprache] spricht
In Deutschland ist DaZ-Förderung in vielen Klassen Alltag – ob Willkommensklasse, Vorbereitungsklasse oder integrierter Regelunterricht. Diese Vorlage hilft dir, schnell passgenaue Materialien zu erstellen, statt alles von Null aufzubauen.
15. Lerntypen-Aktivitäten-Mixer
Erstelle unterschiedliche Aktivitäten für verschiedene Lerntypen:
- Thema: [z.B. "Bruchrechnung -- Addition und Subtraktion mit ungleichen Nennern"]
- Fach: [z.B. "Mathematik"]
- Klassenstufe: [z.B. "Klasse 5, Grundschule oder Gymnasium"]
Erstelle je eine 10-15-Minuten-Aktivität für jeden Lerntyp:
1. Visuelle Lerner - Etwas, das sie sehen und darstellen können
2. Auditive Lerner - Etwas mit Diskussion, Erklären oder Zuhören
3. Kinästhetische Lerner - Etwas zum Anfassen mit Bewegung oder Manipulation
4. Lese-/Schreib-Lerner - Etwas mit textbasierter Verarbeitung
Jede Aktivität soll:
- Dasselbe Lernziel abdecken
- Als Lernstation funktionieren (ich lasse alle 4 parallel laufen)
- Minimale Materialien erfordern (liste auf, was ich pro Station brauche)
- Kurze Anweisungen enthalten, die ich ausdrucken und an jeder Station platzieren kann
Schüler-Engagement
16. Diskussionsfragen-Generator
Erstelle Diskussionsfragen für meinen Unterricht:
- Thema: [z.B. "'Die Welle' von Morton Rhue, Kapitel 8-12"]
- Fach: [z.B. "Deutsch / Literatur"]
- Klassenstufe: [z.B. "Klasse 9, Gymnasium"]
- Anzahl Fragen: [z.B. "8"]
- Diskussionsformat: [Sokratisches Gespräch / Think-Pair-Share / Fishbowl / Kugellager / Plenumsdiskussion]
Enthalten soll ein Mix aus:
- Verständnisfragen (Wissen überprüfen, 2-3)
- Analysefragen (Belege und Interpretation erforderlich, 3-4)
- Transferfragen / Lebensweltbezug (Text mit Leben der SuS verbinden, 2-3)
Für Sokratisches Gespräch: auch 2 "Devil's Advocate"-Fragen, die die offensichtliche Interpretation herausfordern.
Schreibe in Sprache, die SuS tatsächlich verstehen -- kein Fachjargon.
17. Projektbasierter Unterricht Designer
Entwerfe ein Project-Based-Learning-Projekt:
- Thema: [z.B. "Lokale Wasserqualität und Umweltauswirkungen"]
- Fach: [z.B. "Biologie / Erdkunde"]
- Klassenstufe: [z.B. "Klasse 7, Gymnasium"]
- Dauer: [z.B. "3 Wochen"]
- Stunden pro Woche: [z.B. "3 Stunden, je 45 Minuten"]
Enthalten soll:
- Leitfrage (etwas, das SuS wirklich beantworten wollen)
- Projekt-Meilensteine mit Fristen (Wochenplanung)
- 3 Optionen für das Endprodukt, aus denen SuS wählen können (nicht alle müssen ein Plakat machen)
- Mini-Lektionen, die ich unterwegs einbauen muss
- Bewertungskriterien / Bewertungsraster-Entwurf
- Wie SuS ihre Ergebnisse präsentieren
- Möglichkeiten für Peer-Feedback im Prozess
Bleib realistisch für einen deutschen Schulalltag. Ich habe kein riesiges Materialbudget.
18. Gamification-Ersteller
Verwandle diese Stunde in ein Spiel:
- Thema: [z.B. "Periodensystem -- Elementgruppen und Eigenschaften"]
- Fach: [z.B. "Chemie"]
- Klassenstufe: [z.B. "Klasse 10, Gymnasium"]
- Spielstil: [Wettbewerb / kooperativ / Quest-basiert]
- Verfügbare Zeit: [z.B. "30 Minuten"]
- Verfügbare Materialien: [z.B. "Tablets/Laptops, Whiteboard, Karteikarten, Stifte"]
- Klassengröße: [z.B. "28 SuS"]
Das Spiel soll:
- Den Inhalt vermitteln oder festigen -- nicht nur Spaß um des Spaßes willen
- Klare Regeln haben, die ich in unter 2 Minuten erklären kann
- Alle SuS beschäftigen (nicht nur die Schnellsten)
- Für eine Lehrkraft handhabbar sein (kein aufwendiger Aufbau)
- Eine eingebaute Lernstandserhebung enthalten (ich muss wissen, wer was gelernt hat)
19. Alltagsbezug-Finder
Ich muss meinen SuS zeigen, warum dieses Thema außerhalb der Schule wichtig ist:
- Thema: [z.B. "Lineare Gleichungssysteme"]
- Fach: [z.B. "Mathematik"]
- Klassenstufe: [z.B. "Klasse 9, Gymnasium oder Realschule"]
- Anzahl Beispiele: [z.B. "5"]
Für jeden Alltagsbezug:
- Erkläre das Szenario in schülerfreundlicher Sprache
- Zeige konkret, wie das Thema angewendet wird (nicht nur "Ingenieure brauchen Mathe")
- Füge eine Diskussionsfrage hinzu, die es mit dem Leben der SuS verbindet
- Erwähne ein aktuelles Ereignis oder einen Pop-Kultur-Bezug wenn möglich (2025-2026 relevant)
- Nutze wenn möglich Beispiele aus dem deutschen Kontext (z.B. Ausbildung, Handwerk, deutsche Industrie)
Meine SuS fragen immer "Wofür brauch ich das?" -- gib mir Antworten, die bei Teenagern wirklich ankommen.
20. Stundeneinstieg / Exit-Ticket Ersteller
Erstelle eine Woche [Stundeneinstiege / Exit-Tickets]:
- Fach: [z.B. "Geschichte"]
- Klassenstufe: [z.B. "Klasse 10, Gymnasium"]
- Aktuelles Reihenthema: [z.B. "Industrialisierung in Deutschland"]
- Zeit pro Aktivität: [z.B. "3-5 Minuten"]
Erstelle eins für jeden Tag, Montag bis Freitag:
- Montag: Wiederholung / Rückblick auf letzte Woche
- Dienstag: Fachbegriffe oder Schlüsselkonzept-Check
- Mittwoch: Anwendungs- oder "Was wäre wenn"-Frage
- Donnerstag: Verbindung zu aktuellem Geschehen oder Lebenswelt der SuS
- Freitag: Reflexion oder Selbsteinschätzung
Jedes soll:
- Auf ein halbes Blatt passen oder über den Beamer projizierbar sein
- Auf einen Blick bewertbar sein (ich will nicht 20 Minuten Einstiege korrigieren)
- Inhalte aus früheren Stunden der Reihe spiralförmig aufgreifen, nicht nur die letzte Stunde
Verwaltung & Kommunikation
Die Kategorie, über die niemand redet – die aber Stunden frisst. Der Unterricht selbst ist der gute Teil. Die E-Mails, Berichte, Protokolle und Formulare sind das, was dich bis 17:30 in der Schule hält. Wer kennt es nicht: Fachkonferenz-Protokolle, Zeugnisbemerkungen, Elternanschreiben – der Verwaltungsaufwand im deutschen Schulsystem ist legendär.
21. Eltern-E-Mail-Vorlage
Schreibe eine professionelle E-Mail an Eltern:
- Situation: [z.B. "Schülerin hat 4 fehlende Hausaufgaben in den letzten 2 Wochen, Note ist von 2 auf 4 abgerutscht"]
- Schülerkontext: [z.B. "Normalerweise eine gute Schülerin, dieses Verhalten ist ungewöhnlich, ich vermute, dass privat oder sozial etwas los ist"]
- Ton: [warm aber direkt / lobend / besorgt / informativ]
Die E-Mail soll:
- Mit etwas Positivem oder Neutralem über den/die SuS beginnen
- Das konkrete Anliegen mit Fakten benennen (nicht vage "Ihr Kind gibt sich keine Mühe")
- Erklären, was ich im Unterricht bereits versucht habe
- Vorschlagen, was wir gemeinsam tun können (Partnerschaft, nicht Schuldzuweisung)
- Konkrete nächste Schritte anbieten (Elternsprechtag, Telefongespräch, regelmässiger Check-in, etc.)
- Unter 200 Wörtern bleiben -- Eltern lesen keine langen E-Mails
In professionellem, aber warmem Ton schreiben, mit förmlicher "Sie"-Anrede (Elternkommunikation).
Unterschrift: [dein Name, deine Rolle, z.B. "Frau Müller, Klassenlehrerin 8b, Fachbereich Mathematik"]
22. Zeugnis-Kommentar-Schreiber
Schreibe eine Zeugnis-Bemerkung für diesen Schüler / diese Schülerin:
- Leistung: [z.B. "Starke mündliche Mitarbeit, schriftliche Leistungen im 2er-Bereich, Hausaufgaben werden nur zu 70% abgegeben"]
- Fach: [z.B. "Gesellschaftslehre"]
- Klasse: [z.B. "Klasse 6"]
- Stärken: [z.B. "Stellt gute Fragen, verbindet historische Ereignisse mit aktuellen Themen, natürlicher Teamleader bei Gruppenarbeit"]
- Entwicklungsbereiche: [z.B. "Muss Aufgaben pünktlich abgeben, schriftliche Leistungen spiegeln nicht die Qualität der mündlichen Beiträge wider"]
- Maximallänge: [z.B. "75 Wörter"]
Der Kommentar soll:
- Spezifisch genug sein, dass Eltern merken, dass du ihr Kind kennst
- Mit echten Stärken beginnen (kein generisches Lob)
- Entwicklungsbereiche konstruktiv formulieren
- Mit einer ermutigenden, zukunftsgerichteten Aussage enden
- Menschlich klingen, nicht wie eine Vorlage (auch wenn es eine ist)
23. Empfehlungsschreiben
Schreibe ein Empfehlungsschreiben:
- Schüler/in: [kurze Beschreibung, z.B. "Abiturientin, seit 2 Jahren in meinem Chemie-Leistungskurs"]
- Bewirbt sich für: [z.B. "Universität Heidelberg, Chemiestudium" oder "Stipendium der Studienstiftung" oder "Ausbildungsplatz"]
- Hervorzuhebende Eigenschaften: [z.B. "Intellektuelle Neugier -- bleibt nach dem Unterricht immer, um tiefergehende Fragen zu stellen. Durchhaltevermögen -- hatte Schwierigkeiten mit organischer Chemie, ist aber zu jeder Sprechstunde gekommen und hat eine 1 in der Klausur geschrieben. Führungsqualitäten -- hat die Lerngruppe vor jeder Klausur organisiert."]
- Konkrete Anekdote: [z.B. "Beim Experiment zur Reaktionskinetik hat sie den Versuchsaufbau ihrer Gruppe dreimal überarbeitet und getestet. Ihr Aufbau lieferte die präzisesten Ergebnisse der gesamten Jahrgangsstufe."]
- Meine Rolle: [z.B. "Chemie-LK-Lehrerin, 2 Jahre, auch Betreuerin der MINT-AG"]
Schreibe als formellen Brief. Etwa 400-500 Wörter.
Spezifisch genug, dass es nicht auf jede/n andere/n SuS passen könnte.
Vermeide Floskeln wie "war stets eine Bereicherung" und "zeichnet sich durch besonderes Engagement aus."
24. Konferenznotizen & To-Dos
Hier sind meine unsortierten Notizen aus einer Sitzung. Bring Ordnung rein.
Sitzungstyp: [Elternsprechtag / Fachkonferenz / Zeugniskonferenz / Lehrerkonferenz / Fachschaftssitzung / Klassenkonferenz]
Rohnotizen:
[Hier deine chaotischen Notizen einfügen -- Stichpunkte, Satzfragmente, was du mitgeschrieben hast]
Erstelle:
1. Zusammenfassung der Sitzung (3-5 Sätze, professionelle Sprache)
2. Getroffene Beschlüsse (Aufzählung)
3. To-Dos mit Verantwortlichen und Fristen
4. Offene Fragen, die noch geklärt werden müssen
5. Vorgeschlagener Folgetermin
Formatiere so, dass ich es innerhalb von 5 Minuten nach Sitzungsende an alle Teilnehmer mailen oder ins Schuldokumentationssystem einfügen kann.
25. Fortbildungs-Umsetzer
Hilf mir, das Gelernte aus der Fortbildung tatsächlich umzusetzen:
- Fortbildungsthema: [z.B. "Formative Assessment im Unterricht" oder "Digitale Medien im Unterricht" oder "Inklusion in der Praxis"]
- Wichtigste Erkenntnisse, die ich notiert habe: [3-5 Punkte auflisten]
- Mein Unterrichtskontext: [z.B. "Ich unterrichte Englisch in Klasse 10, Gymnasium, 4 Kurse, je ca. 28 SuS"]
- Was ich aktuell mache: [z.B. "Ich nutze hauptsächlich Exit-Tickets und gelegentlich einen kurzen Test zur Lernstandserhebung"]
Hilf mir:
1. Die 1-2 wirkungsvollsten Ideen herauszufiltern, die ich zuerst umsetze (nicht alles auf einmal)
2. Einen realistischen 4-Wochen-Aktionsplan erstellen (Woche für Woche)
3. Die Strategien an mein Fach und meine Klassenstufe anpassen
4. Identifizieren, was schiefgehen könnte und wie ich anpasse
5. Eine kurze Notiz schreiben, die ich mit meiner Fachschaft teilen kann über das, was ich ausprobiere
Sei realistisch. Ich kann nicht meine gesamte Unterrichtspraxis in einer Woche umkrempeln.
So nutzt du diese Templates
Schritt 1: Template kopieren. Nimm das, das am besten zu deiner Situation passt. Einfügen in ChatGPT, Claude, Gemini oder welches KI-Tool du nutzt. Alle funktionieren.
Schritt 2: Jede Klammer ausfüllen. Ersetze jedes [Element in Klammern] mit deinen konkreten Angaben. Je spezifischer du bist, desto besser das Ergebnis. “Klasse 9 Biologie, Gymnasium, Zellteilung, 45-Minuten-Stunde, Kernlehrplan NRW” schlägt “Naturwissenschaften” jedes Mal.
Schritt 3: Prüfen und anpassen. KI liefert dir einen soliden Erstentwurf, kein fertiges Produkt. Lies es durch. Streich, was nicht zu deiner Klasse passt. Ergänze eigene Beispiele. Du kennst deine Schülerinnen und Schüler besser als jede KI.
Schritt 4: Nachbessern, wenn nötig. Ergebnis nicht ganz passend? Sag der KI, was sie ändern soll: “Mach das Leseniveau leichter”, “Mehr Gruppenarbeit einbauen”, “Die Eltern-E-Mail weniger formell”. Du musst nicht von vorn anfangen.
Schritt 5: Speichern, was funktioniert. Wenn ein Template gute Ergebnisse liefert, speicher deine angepasste Version ab. Bau dir über die Zeit deine eigene Bibliothek auf. Tipp: Leg dir einen Ordner pro Fach an, dann findest du deine bewährten Prompts sofort wieder.
Ein Wort zum verantwortungsvollen KI-Einsatz
Diese Templates sind für Lehrerarbeit – Unterrichtsplanung, Bewertungserstellung, Kommunikation, Verwaltungsaufgaben. Ein paar Dinge, die gesagt werden sollten:
KI erstellt deine Materialien, nicht die Arbeit der Schüler. Diese Prompts erzeugen Unterrichtsentwürfe, Bewertungsraster und E-Mails. Die eigentliche Denkarbeit und das Lernen müssen weiterhin die Schülerinnen und Schüler leisten. KI baut das Gerüst – nicht das Haus.
Auf Bias und Fehler prüfen. KI kann Vorurteile aus ihren Trainingsdaten widerspiegeln. Prüfe generierte Inhalte auf kulturelle Sensibilität, Genauigkeit und Repräsentation – besonders in Fächern wie Geschichte, Politik und Gesellschaftslehre. Du bist die Fachperson im Raum.
Transparent sein. Wenn deine Schule oder dein Bundesland eine KI-Richtlinie hat, halte dich dran. Die KMK arbeitet an bundesweiten Empfehlungen, und viele Landesinstitute haben bereits Handreichungen veröffentlicht. Wenn es bei euch noch keine klare Linie gibt, bring dich in die Diskussion ein. Viele Schulleitungen schätzen Lehrkräfte, die KI durchdacht einsetzen und erklären können, wie und warum.
Dein professionelles Urteil zählt weiter. KI weiss nicht, dass Lukas dichtmacht, wenn er ohne Vorwarnung drangenommen wird, oder dass deine 5. Stunde mehr Bewegungspausen braucht als deine 1. Stunde. KI kennt auch nicht die Besonderheiten deines Bundeslandes, deiner Schulform oder deiner Fachkonferenz-Beschlüsse. Diese Templates liefern Rohmaterial. Deine Expertise macht daraus guten Unterricht.
Noch tiefer einsteigen
Diese 25 Templates decken den täglichen Schulalltag ab. Aber wenn du Tools willst, die noch weiter gehen – interaktive Skills, die du für deinen spezifischen Unterricht anpassen kannst – haben wir hunderte, die für den Bildungsbereich gemacht sind.
Ein paar, die sich lohnen:
- Assessment Rubric Generator – Bewertungsraster in Sekunden bauen
- Differentiated Lesson Content Creator – differenzierte Inhalte ohne den Zeitaufwand
- Practice Exam Generator – Übungsmaterial, das SuS selbstständig nutzen können
- Learning Style Adapter – Inhalte an verschiedene Lerntypen anpassen
- AI Tutor – ein Lernpartner, den deine SuS eigenständig nutzen können
- Note Summarizer – aus chaotischen Notizen klare Zusammenfassungen machen
- Flashcard Generator – Lernkarten aus beliebigen Inhalten erstellen
Stöber durch die komplette Skill-Bibliothek für mehr. Jeder Skill ist ein One-Click Copy-Paste Prompt – kein Account, keine Anmeldung, keine Bezahlschranke.
Du bist Lehrerin oder Lehrer geworden, um zu unterrichten – nicht um Sonntagabende mit Bewertungsraster-Formatierung und Fachkonferenz-Protokollen zu verbringen. Lass die Templates die Struktur übernehmen, damit du dich auf das konzentrieren kannst, was wirklich zählt: die Schülerinnen und Schüler vor dir.