Dein KI-Toolkit für Bewerbungen
ChatGPT, Claude oder Gemini? Lerne, welches KI-Tool sich für welchen Bewerbungsschritt eignet — und wie du sie DSGVO-konform nutzt.
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🔄 In Lektion 1 hast du gesehen: 43% der Bewerber nutzen KI, aber die meisten machen es falsch. Jetzt stellt sich die Frage — welche Tools nutzt du überhaupt, und wie setzt du sie sinnvoll ein?
Okay, lass uns ehrlich sein: Das Angebot an KI-Tools ist 2026 halt echt unübersichtlich. ChatGPT, Claude, Gemini, DeepL Write, Kickresume, CVapp — und jede Woche kommt was Neues dazu. Aber du brauchst keine zwanzig Tools. Du brauchst zwei, vielleicht drei. Richtig eingesetzt.
Die großen Drei: ChatGPT, Claude, Gemini
Jedes Tool hat seine Stärken. Hier die ehrliche Einschätzung für den Bewerbungskontext:
| Tool | Stärke bei Bewerbungen | Schwäche | Kosten |
|---|---|---|---|
| ChatGPT | Schnelle Entwürfe, Voice-Chat für Interview-Simulation, riesiges Plugin-Ökosystem | Kann bei langen Texten ungenau werden | Kostenlos (GPT-4o), Plus: 20$/Monat |
| Claude | Analyse langer Stellenanzeigen, präzise Textarbeit, großes Kontextfenster | Kein Voice-Chat, weniger Plugins | Kostenlos (Sonnet), Pro: 20$/Monat |
| Gemini | Google-Suche integriert, gut für Unternehmensrecherche | Textqualität schwankt bei Bewerbungstexten | Kostenlos (Pro), Advanced: 21,99€/Monat |
Meine Empfehlung: Starte mit der kostenlosen Version von ChatGPT oder Claude. Für die meisten Übungen in diesem Kurs reicht das völlig. Ein Upgrade lohnt sich erst, wenn du regelmäßig an die Nutzungsgrenzen stößt.
✅ Quick Check: Du willst eine dreiseitige Stellenanzeige analysieren und die Kernanforderungen extrahieren. Welches Tool wäre deine erste Wahl? (Claude — wegen des großen Kontextfensters, das lange Texte zuverlässig verarbeitet.)
Spezialisierte Tools für den Feinschliff
Neben den großen Sprachmodellen gibt es Tools, die bei bestimmten Schritten besser sind:
Sprachoptimierung:
- DeepL Write — In Deutschland extrem beliebt für Grammatik, Stil und Umformulierungen. Besonders gut für den letzten Schliff an Anschreiben.
- LanguageTool — Open-Source-Alternative, erkennt auch stilistische Schwächen und „Füllwort-Flut".
Lebenslauf-Formatierung:
- Canva — Für visuell ansprechende Lebensläufe. Aber Vorsicht: Grafische Lebensläufe werden von vielen ATS-Systemen nicht korrekt gelesen. Dazu mehr in Lektion 3.
- CVapp.de / Lebenslauf.com — Deutsche Plattformen mit ATS-kompatiblen Vorlagen.
Wichtig: Diese Tools ergänzen ein Sprachmodell, ersetzen es aber nicht. Dein Workflow sieht so aus:
- Sprachmodell (ChatGPT/Claude) → Analyse, Entwurf, Strategie
- Sprachoptimierung (DeepL Write/LanguageTool) → Feinschliff, Grammatik
- Optional: Formatierungs-Tool → Visuelles Layout
DSGVO: Was du NICHT in KI-Prompts eingeben solltest
Na ja, das ist halt der Elefant im Raum. Wenn du ChatGPT oder Claude nutzt, gehen deine Eingaben an Server in den USA. Das ist erstmal kein Problem — solange du weißt, was du eingibst.
Niemals eingeben:
- Vollständiger Name + Adresse + Geburtsdatum
- Sozialversicherungsnummer, Steuer-ID
- Gesundheitsdaten oder Behinderungsgrad
- Passwörter oder Zugangsdaten
Kann rein (mit Bedacht):
- Dein Vorname (ohne Nachname und Adresse)
- Berufsbezeichnung und Erfahrung (allgemein formuliert)
- Inhalte der Stellenanzeige
- Gehaltsvorstellungen und Branche
Profi-Tipp: Arbeite mit Platzhaltern. Statt „Ich bin Max Müller, wohne in München, Musterstr. 12" schreibst du „Ich bin [NAME], wohne in [STADT]". Die KI versteht das trotzdem — und deine persönlichen Daten bleiben bei dir.
✅ Quick Check: Du möchtest dein Anschreiben mit ChatGPT optimieren. Welche Information gehört NICHT in den Prompt? (Deine vollständige Adresse und dein Geburtsdatum. Nutze stattdessen Platzhalter wie [ADRESSE] und [GEBURTSDATUM].)
Dein Starter-Setup (5 Minuten)
Hier ist dein minimales Setup, mit dem du diesen Kurs durcharbeiten kannst:
Schritt 1: Erstelle einen kostenlosen Account bei ChatGPT (chat.openai.com) ODER Claude (claude.ai). Eins reicht.
Schritt 2: Öffne DeepL Write (deepl.com/write) in einem zweiten Tab. Kein Account nötig.
Schritt 3: Halte die Stellenanzeige bereit, auf die du dich bewerben möchtest. (Noch keine konkrete Stelle? Suche dir eine auf stepstone.de oder indeed.de — wir arbeiten ab Lektion 3 damit.)
Das war’s. Drei Tabs offen, und du bist startklar.
Der erste Prompt: Stellenanzeige analysieren
Damit du nicht mit leeren Händen aus dieser Lektion gehst, hier dein erster Prompt. Kopier die Stellenanzeige in ChatGPT oder Claude und füge diesen Prompt dazu:
„Analysiere diese Stellenanzeige. Erstelle mir: (1) Die 5 wichtigsten Anforderungen, nach Priorität sortiert. (2) Keywords, die im Lebenslauf auftauchen sollten. (3) Soft Skills, die zwischen den Zeilen stehen. (4) Rote Flaggen oder unklare Formulierungen."
Probier’s aus. Jetzt. Es dauert 30 Sekunden und du siehst sofort, wie KI bei Bewerbungen funktioniert.
Wichtigste Erkenntnisse
- Du brauchst maximal zwei bis drei Tools: ein Sprachmodell (ChatGPT/Claude) plus ein Sprachoptimierungs-Tool (DeepL Write)
- Jedes Tool hat seine Stärke — ChatGPT für Geschwindigkeit und Voice-Chat, Claude für Textanalyse, Gemini für Webrecherche
- DSGVO beachten: Keine vollständigen personenbezogenen Daten in KI-Prompts, arbeite mit Platzhaltern
- Die kostenlosen Versionen reichen für den gesamten Kurs
- Dein erster Prompt analysiert die Stellenanzeige und extrahiert Anforderungen, Keywords und versteckte Erwartungen
Nächste Lektion
In Lektion 3 wird’s konkret: Du erstellst deinen Lebenslauf mit KI — ATS-optimiert, im DACH-Format und so, dass er sowohl Personio als auch Softgarden problemlos passiert. Wir klären auch die ewige Frage: Bewerbungsfoto ja oder nein?
Wissenscheck
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Lektion abgeschlossen!