Copywriting mit KI: Werbetexte, die verkaufen
KI schreibt dir 50 Werbetexte in einer Minute — und alle klingen gleich. In diesem Kurs lernst du das Handwerk dahinter: ein Produkt-Fundament bauen, Kundensprache aus echten Bewertungen minen, Formeln wie AIDA und PAS als Container nutzen und Hooks testen statt raten. Plus die Werberecht-Basics, die teure Abmahnungen verhindern: Superlative nur mit Beleg, Health-Claims-Tabuzonen, Greenwashing-Regeln nach dem Katjes-Urteil. 8 Lektionen + Zertifikat.
Worum es in diesem Kurs geht
Die KI schreibt dir 50 Werbetexte in einer Minute. Das Problem: Sie schreibt sie für alle anderen auch — mit denselben Floskeln, demselben glatten Versprechen, demselben „bahnbrechend“. Leser spüren das sofort, und Texte, die nach Maschine klingen, verkaufen nicht. Der Unterschied zwischen Einheitsbrei und Copy, die wirkt, ist kein besseres Tool. Es ist Handwerk: wissen, wen du überzeugst, welcher Schmerz ihn bewegt und welcher Beweis ihn überzeugt.
Genau das lernst du hier. Du baust ein Produkt-Fundament, das jede KI-Anfrage füttert. Du holst dir die Sprache deiner Kunden aus echten Bewertungen — ihre Wörter, nicht deine Marketing-Wörter. Du nutzt die klassischen Formeln AIDA, PAS und 4U als Container, lässt die KI Varianten füllen und vergleichst, statt die erste Fassung zu nehmen. Und weil Werbetexte Rechtstexte sind, ziehen wir zwei rote Linien. Erstens Werberecht: Superlative nur mit Beleg, „Testsieger“ nur mit Fundstelle, Gesundheits- und Umwelt-Claims sind Tabuzonen mit klaren Regeln — vom Katjes-Urteil bis zu den neuen EU-Greenwashing-Verboten. Zweitens Wahrheit & Beleg: Die KI erfindet Produkteigenschaften, flüssig und überzeugend. Deshalb gilt die goldene Regel des Kurses: Die KI liefert Varianten — du lieferst Strategie, Kundensprache und das letzte Wort vor der Veröffentlichung.
In 8 Lektionen lernst du Schritt für Schritt:
- warum alle KI-Texte gleich klingen — und wie du da rauskommst
- das Produkt-Fundament: Zielgruppe, Nutzen-Leiter, Beweise, Einwände
- Kundensprache minen: aus echten Bewertungen Hooks und Headlines bauen
- Formeln als Container: ein Produkt, drei Varianten mit AIDA, PAS, 4U
- Hooks & Headlines vergleichen statt raten
- den Produkttext, der Nutzen zeigt und Einwände beantwortet
- rote Linie 1: Werberecht — UWG, Health-Claims, Greenwashing
- rote Linie 2: der Prüf-Pass — Beleg-Tabelle gegen Produktdatenblatt
Für wen ist der Kurs?
Für alle, die mit Worten verkaufen müssen — Selbstständige, Shop-Betreiber, Marketing-Teams, Gründer und Texter. Du brauchst keine Vorkenntnisse, nur ein Produkt oder eine Dienstleistung, über die du schreiben willst.
Was du am Ende kannst
Du entwickelst aus jedem Produkt ein komplettes Copy-Paket: Kundensprache-Extrakt, drei Formel-Varianten, Headline-Set und einen Produkttext, der Einwände beantwortet. Du erkennst rechtliche Stolperfallen, bevor sie teuer werden — und du veröffentlichst nur noch Texte, in denen jede Behauptung einen Beleg hat.
Das lernst du
- Die goldene Regel anwenden: Die KI liefert Varianten in Sekunden — du lieferst Strategie, Kundensprache und das letzte Wort vor der Veröffentlichung
- Verstehen, warum generische Prompts Einheitsbrei erzeugen — und warum Leser KI-Floskeln wie „bahnbrechend“ sofort erkennen
- Ein Produkt-Fundament bauen (Zielgruppe, Schmerz, Nutzen, Beweise, Einwände) und Kundensprache mit KI aus echten Bewertungen minen
- Copywriting-Formeln als Container nutzen: AIDA, PAS und 4U mit der KI füllen und Varianten gegeneinander antreten lassen
- Merkmale in Nutzen übersetzen, Hooks und Headlines vergleichen und Einwände direkt im Produkttext beantworten
- Rote Linie 1 einhalten: Superlative nur mit Beleg, Testsieger nur mit Fundstelle, Health-Claims- und Umwelt-Tabuzonen kennen (UWG, HCVO, Katjes-Urteil, EmpCo)
- Rote Linie 2 einhalten: jede KI-Behauptung gegen das Produktdatenblatt prüfen — und nie erfundene Bewertungen oder Testimonials veröffentlichen
After This Course, You Can
What You'll Build
Kursinhalt
Voraussetzungen
- Du schreibst beruflich Werbetexte — als Selbstständige:r, im Shop, im Marketing-Team oder als Texter:in
- Du hast schon mal mit ChatGPT, Claude oder Gemini getippt (oder bist bereit, es zum ersten Mal zu tun)
- Keine Copywriting- oder KI-Vorkenntnisse nötig — wir fangen ganz vorne an
Für wen ist das?
- Selbstständige und kleine Unternehmen, die ihre Produkttexte, Anzeigen und Angebote selbst schreiben
- Shop-Betreiber:innen, die Produktbeschreibungen brauchen, die verkaufen — ohne Abmahn-Risiko
- Marketing-Mitarbeiter:innen, die mit KI schneller texten wollen, ohne dass alles gleich klingt
- Texter:innen und Freelancer, die KI als Werkzeug statt als Konkurrenz einsetzen wollen
- Gründer:innen, die Landingpage- und Kampagnen-Texte vor dem Launch selbst entwickeln
Häufig gestellte Fragen
Worin unterscheidet sich dieser Kurs von „KI-Texte schreiben“ und „KI im Marketing-Alltag“?
„KI-Texte schreiben“ ist der Allround-Kurs für Alltagstexte — Mails, Posts, Bewerbungen. „KI im Marketing-Alltag“ deckt Kampagnen und Kanäle ab — Anzeigen-Tests, Landingpages, Brand-Voice. Dieser Kurs hier ist das Verkaufs-Handwerk darunter: Wie überzeugt ein Text überhaupt? Du lernst Formeln wie AIDA und PAS, Kundensprache-Mining aus Bewertungen, Nutzen-Argumentation — und als einziger Kurs die Werberecht-Grundlagen von Superlativen bis Greenwashing. Die Kurse ergänzen sich: Hier lernst du schreiben, dort anwenden.
Alle sagen, KI-Texte klingen gleich. Stimmt das?
Ja — wenn man die KI falsch briefst. „Schreib mir einen Werbetext für mein Produkt“ erzeugt genau den Einheitsbrei, den Leser inzwischen erkennen: „bahnbrechend“, „revolutionär“, drei „Stell dir vor“-Sätze hintereinander. Der Unterschied liegt nicht im Tool, sondern im Briefing. Mit Produkt-Fundament, echter Kundensprache aus Bewertungen und einer Formel als Container bekommst du Texte, die nach deinem Kunden klingen statt nach ChatGPT. Genau das übst du in den Lektionen 2 bis 5.
Muss ich KI-geschriebene Werbetexte kennzeichnen?
Für normale Werbetexte, die du prüfst, überarbeitest und unter deinem Namen veröffentlichst, besteht nach derzeitiger Rechtslage typischerweise keine Kennzeichnungspflicht — die Transparenzregeln der KI-Verordnung zielen vor allem auf Chatbots und täuschend echte Medieninhalte. Was aber immer gilt: Der Inhalt muss stimmen. Für irreführende Aussagen haftest du — egal ob ein Mensch oder eine KI sie formuliert hat. Deshalb verbringt dieser Kurs zwei volle Lektionen mit Werberecht und Prüf-Routine.
Was darf ich in Werbetexten rechtlich nicht sagen?
Die drei größten Fallen: Erstens unbelegte Superlative — „die beste Matratze Deutschlands“ braucht einen aktuellen, objektiven Beleg, „Testsieger“ braucht eine auffindbare Fundstelle. Zweitens Gesundheitsversprechen bei Lebensmitteln und Kosmetik — Begriffe wie „Fatburner“ sind ohne zugelassenen Claim tabu (Health-Claims-Verordnung). Drittens Umwelt-Floskeln — seit dem Katjes-Urteil des BGH muss „klimaneutral“ direkt in der Werbung erklärt werden, und ab Ende September 2026 sind pauschale Aussagen wie „umweltfreundlich“ ohne anerkannten Nachweis weitgehend verboten. Lektion 6 macht daraus eine einfache Checkliste.
Brauche ich ein bezahltes Tool?
Nein. Alles in diesem Kurs funktioniert mit den kostenlosen Versionen von ChatGPT, Claude oder Gemini. Bezahlte Tarife bringen längere Texte und mehr Anläufe pro Tag — fürs Lernen und für die meisten Werkstücke reicht das Gratis-Konto völlig.
Bekomme ich ein Zertifikat?
Ja. Wenn du alle Lektionen abschließt und die Tests bestehst, bekommst du ein Zertifikat, das du im Lebenslauf oder im Profil zeigen kannst.