Reselling mit KI: Schnäppchen finden
Schnäppchen und Gratis-Funde auf Kleinanzeigen und eBay systematisch finden — Margenfilter, Suchaufträge, KI-Triage, Linkliste per Mail. 8 Lektionen.
Es gibt zwei Arten, auf Kleinanzeigen nach Schnäppchen zu suchen. Die erste kennst du wahrscheinlich: abends durch die Anzeigen scrollen, irgendwas sieht günstig aus, du schreibst, du fährst hin, und hinterher bleiben nach Sprit und anderthalb Stunden noch elf Euro übrig. Die zweite ist unbequemer zu lernen und danach deutlich ruhiger — du legst einmal fest, was ein Fund mindestens bringen muss, und lässt dann die Plattform arbeiten.
Genau das baut dieser Kurs auf. Du bestimmst zuerst deinen Preisanker aus tatsächlich verkauften Angeboten, nicht aus dem, was jemand haben möchte. Dann rechnest du einmal sauber durch, was ein Fund kostet, bevor er etwas einbringt: Plattformgebühr, Versandband, Verpackung, Fahrt mit dreißig Cent je Kilometer, deine eigene Zeit. Daraus wird deine persönliche Untergrenze — bei vielen sind es rund zwanzig Euro Nettogewinn, bei dir vielleicht mehr. Ab da fällt Kleinkram automatisch heraus, und ein Kleiderschrank fällt heraus, weil er schlicht in kein Paket passt.
Der zweite Teil ist der ehrliche. Ein Kurs kann dir keinen Bot bauen, der Kleinanzeigen live durchsucht — die Nutzungsbedingungen beider Plattformen untersagen genau das, und die dokumentierten Folgen sind gesperrte Accounts. Was er dir bauen kann, ist der Weg, den die Plattformen selbst anbieten: präzise Suchaufträge, die dir neue Treffer per Mail schicken, eine KI, die diese Mails nach deinem Steckbrief sortiert, und eine tägliche Linkliste in deinem eigenen Postfach. Am Ende hältst du eine einseitige Betriebsanleitung für deinen Assistenten in der Hand — mit deinen Zahlen, deinen Suchbegriffen und den Leitplanken, an denen andere ihre Accounts verlieren.
Das lernst du
- Einen belastbaren Preisanker aus tatsächlich verkauften Angeboten bilden, statt vom Wunschpreis einer laufenden Anzeige auszugehen
- Einen eigenen Margenfilter mit einstellbarem Mindest-Nettogewinn bauen, der Fahrt, Zeit, Gebühren und Versand gegenrechnet
- Kleinkram und Sperrgut über nachvollziehbare Regeln aus der Trefferliste halten, statt jede Anzeige einzeln zu bewerten
- Suchaufträge auf Kleinanzeigen und eBay so anlegen, dass die Plattform selbst die passenden Funde meldet
- Eine eingehende Trefferliste mit KI in Hingehen, Nachfragen und Ignorieren sortieren und Betrugsmuster in Sekunden erkennen
- Eine tägliche Linkliste im eigenen Postfach aufbauen, ohne gegen die Nutzungsbedingungen der Plattformen zu verstoßen
After This Course, You Can
What You'll Build
Kursinhalt
Für wen ist das?
- Reseller und Flohmarktverkäufer, die ihre Funde bisher per Bauchgefühl bewerten
- Einsteiger, die nebenbei mit gebrauchten Sachen handeln wollen und nicht wissen, wo sie anfangen sollen
- Leute, die schon Suchaufträge nutzen und in Benachrichtigungen ertrinken
- Alle, die sich beim Reselling die rechtliche und steuerliche Seite endlich einmal sauber erklären lassen wollen
Häufig gestellte Fragen
Baut der Kurs mir einen Bot, der Kleinanzeigen und eBay automatisch durchsucht?
Nein — und das ist eine bewusste Entscheidung, keine Ausrede. Die Nutzungsbedingungen von Kleinanzeigen untersagen Crawler, Spider und Scraper ohne vorherige ausdrückliche schriftliche Zustimmung. Die robots.txt von eBay sagt im Klartext, dass automatisiertes Scraping und LLM-gesteuerte Bots untersagt sind. Wer das ignoriert, verliert typischerweise den Account, und zwar samt Rufnummer und IP. Dieser Kurs dreht die Richtung um: Die Plattformen schicken dir die Treffer selbst per Suchauftrag. Automatisiert wird dann dein eigenes Postfach — und das darfst du.
Ich will einen Mindestwert einstellen, zum Beispiel 20 Euro. Geht das?
Ja, das ist genau der Kern von Lektion 3. Du baust dort einen Filter-Steckbrief mit deinem eigenen Mindest-Nettogewinn. Wichtig ist die Rechengröße: Nicht der Verkaufspreis entscheidet, sondern was nach Einkauf, Plattformgebühr, Versand, Verpackung, Fahrt und deiner eigenen Zeit übrig bleibt. Eine Anzeige für 45 Euro mit 30 Kilometern Fahrt kann unter deiner 20-Euro-Grenze landen, eine für 28 Euro um die Ecke locker darüber. Der Steckbrief macht diese Rechnung ein einziges Mal und wendet sie danach auf jeden Fund an.
Kann ich Kleinkram wie Nähnadeln und Sperrgut wie Schränke ausschließen?
Beides, und über zwei verschiedene Regeln. Kleinkram fällt über die Nettogewinn-Untergrenze heraus, denn ein Artikel für acht Euro trägt weder Versand noch Verpackung noch die 15 Minuten, die Fotografieren und Einstellen kosten. Sperrgut fällt über eine Größenregel heraus: Passt es nicht in ein normales Paket, wird es schnell teuer — der Sperrgutzuschlag der DHL liegt national bei 28,99 Euro pro Sendung, eine Möbelspedition beginnt weit darüber. Lektion 3 macht daraus zwei Zeilen in deinem Steckbrief, die die KI danach stur anwendet.
Brauche ich ein kostenpflichtiges Tool oder ein Abo?
Nein. Der komplette Kurs läuft mit einem kostenlosen KI-Zugang — ChatGPT, Claude oder Gemini —, einem Browser und deinem normalen E-Mail-Postfach. Die Suchaufträge auf Kleinanzeigen und eBay kosten nichts. Die eBay-Produktrecherche, mit der du echte Verkaufspreise nachschlägst, ist laut eBay für alle Händlerinnen und Händler auf dem Marktplatz kostenfrei, auch ohne Shop-Abo. Lektion 6 zeigt zusätzlich bezahlbare Automatisierungswege und sagt jeweils dazu, wo deren Gratis-Stufen enden.
Muss ich ein Gewerbe anmelden, wenn ich anfange?
Das hängt nicht an einer Umsatzzahl, sondern am Muster. Der Bundesfinanzhof hat am 17.06.2020 (X R 26/18) entschieden, dass gewerblicher Internethandel vorliegt, wenn planmäßig Gegenstände in Wiederveräußerungsabsicht angekauft und wieder verkauft werden. Genau das ist Reselling. Lektion 7 trennt deshalb sauber die vier Schwellen, die ständig durcheinandergeworfen werden: die Plattform-Meldung nach PStTG, die Kleinunternehmergrenze nach § 19 UStG, den Gewerbesteuer-Freibetrag und die Freigrenze für private Veräußerungsgeschäfte. Das ersetzt keine Steuerberatung, aber es sagt dir, wann du eine brauchst.
Wie unterscheidet sich der Kurs von einem E-Commerce-Kurs?
E-Commerce-Kurse setzen dort an, wo du die Ware schon hast: Produkttexte, Preisstrategie, Bewertungen, Lager. Dieser Kurs arbeitet die Stufe davor — die Beschaffung. Er beantwortet, welcher Fund sich überhaupt lohnt, wie du ihn findest, bevor jemand anders ihn hat, und wo die rechtlichen und fairen Grenzen liegen. Wer beides kombiniert, hat den ganzen Kreislauf: Dieser Kurs füllt das Regal, ein E-Commerce-Kurs leert es wieder.
Bekomme ich ein Zertifikat?
Ja. Nach allen acht Lektionen und bestandenen Tests bekommst du ein verifizierbares Zertifikat mit eindeutiger Credential-ID im Format KRA-XXXXXX. Die ersten beiden Lektionen sind frei zugänglich, ab Lektion 3 brauchst du einen Pro-Zugang.