KI-Readiness für KMU: Selbstcheck + Fahrplan
KI-Readiness-Selbstcheck für KMU in 5 Dimensionen: Datenlage, Prozesse, Menschen, DSGVO, EU AI Act. Eigene Matrix + 30-60-90-Fahrplan am Ende.
Angefragt von Sandra Schuster
Die meisten KI-Beratungen beginnen mit der Frage „Welche Use Cases wollen Sie umsetzen?" — und sehen dann, dass dem Unternehmen die Datengrundlage, die Rollenklärung oder die DSGVO-Hausaufgaben fehlen, um überhaupt sinnvoll zu starten. Das Ergebnis: Pilotprojekte versanden, Investitionen verbrennen, Geschäftsführer geraten unter Druck.
Dieser Kurs dreht den Ansatz um. Statt mit der KI-Vision zu beginnen, beginnen wir mit einer ehrlichen Diagnose: Wo stehen Sie wirklich? Welche Daten haben Sie und welche dürfen Sie überhaupt nutzen? Welche Prozesse sind reif für KI und welche nicht? Wie werden Mitarbeitende mitgenommen? Was verlangt der EU AI Act seit dem 2. Februar 2025 — und was ändert sich am 2. August 2026?
Am Ende halten Sie zwei konkrete Artefakte in der Hand: eine KI-Readiness-Matrix mit Ihrem eigenen Reifegrad in fünf Dimensionen und einen 30-60-90-Tage-Fahrplan mit drei priorisierten Pilotprojekten. Damit haben Sie eine Diskussionsgrundlage für Geschäftsführung, Beirat oder Investoren — keine Vision-Folie, sondern ein belastbares Bild Ihrer Ausgangslage.
Der Kurs verzichtet bewusst auf Hype-Versprechen, vermeidet Rechtsberatung als Ersatz für Fachanwalt und Datenschutzbeauftragte, und verzichtet auf reine Tool-Listen. Stattdessen: Selbsttests, Checklisten, Beispiel-Prompts für ChatGPT, Claude, Microsoft Copilot und Google Gemini, kleine Fallbeispiele aus Vertrieb, Marketing, Verwaltung und Wissensmanagement, sowie Lernkontrollen nach jeder Lektion.
Dieser Kurs entstand auf Anfrage von Sandra Schuster im Rahmen des FindSkill-Pro-Programms „Wunschkurs". Wenn Sie selbst einen Kurs zu einem KMU-spezifischen KI-Thema vermissen, können Pro-Mitglieder einen Kurs anfragen — wir bauen ihn.
Das lernst du
- Den eigenen KI-Reifegrad anhand fünf konkreter Dimensionen bestimmen
- Die DSGVO-Tauglichkeit der vier wichtigsten KI-Tools für den eigenen Einsatz bewerten
- Die Risikoklasse eigener KI-Anwendungsfälle nach EU AI Act einordnen
- Die Schulungspflicht aus Art. 4 EU AI Act im Unternehmen erfüllen
- Geeignete erste Pilotprojekte mit niedrigem Risiko und messbarem Wertbeitrag identifizieren
- Eine KI-Readiness-Matrix und einen 30-60-90-Tage-Fahrplan für das eigene Unternehmen erstellen
After This Course, You Can
What You'll Build
Kursinhalt
Voraussetzungen
- Keine technischen Vorkenntnisse
- Grundverständnis der eigenen Geschäftsprozesse hilft
Für wen ist das?
- Geschäftsführer in technischen KMU, die KI strukturiert einführen wollen
- Marketingverantwortliche, Teamleiter und Projektverantwortliche im Mittelstand
- IT-Leiter, die eine pragmatische Risiko- und Tool-Bewertung brauchen
- Berater, die KMU bei der KI-Einführung begleiten
Häufig gestellte Fragen
Brauche ich technische Vorkenntnisse?
Nein. Der Kurs richtet sich explizit an Geschäftsführer und Führungskräfte in technischen KMU. Technische Konzepte werden praxisnah und ohne Fachjargon erklärt.
Ersetzt der Kurs eine Rechtsberatung oder Datenschutz-Folgenabschätzung?
Nein. Der Kurs vermittelt eine pragmatische Grundprüfung, die Geschäftsführer eigenständig durchführen können. Für rechtsverbindliche Bewertungen, eine vollständige DPIA oder die Einordnung von Hochrisiko-KI bleibt die Konsultation eines Datenschutzbeauftragten oder Fachanwalts notwendig — der Kurs zeigt explizit, wo die Grenze verläuft.
Welche KI-Tools werden behandelt?
Die vier marktbestimmenden Allzweck-KI-Anbieter im DACH-Mittelstand: ChatGPT, Claude, Microsoft Copilot und Google Gemini — jeweils mit DSGVO-Bewertung der Free-, Plus-, Team- und Enterprise-Tarife.
Wie lange dauert der Kurs?
Etwa zwei Stunden. Acht Lektionen à 12–16 Minuten plus die Erstellung der eigenen Readiness-Matrix im Capstone.
Bekomme ich ein Zertifikat?
Ja. Nach Abschluss aller acht Lektionen mit bestandenen Lernkontrollen erhalten Sie ein verifizierbares Zertifikat mit eindeutiger Credential-ID.