Etsys neue KI-Regeln: Was du als Verkäufer ändern musst

Etsy verbietet KI-Schnittmuster und -Rezepte und will ein unbearbeitetes Foto pro Artikelseite. Was seit dem 22. Oktober gilt und was in der EU dazukommt.

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Am Donnerstag, dem 22. Oktober 2026, hat Etsy neue Regeln für KI in Artikelseiten veröffentlicht. Wenn du auf Etsy verkaufst, kennst du das Muster: Eine Schlagzeile sagt „Etsy verbietet KI“, und eine Stunde später bist du dir nicht mehr sicher, ob dein Shop noch in Ordnung ist. Verboten hat Etsy aber nicht „KI“. Es hat ein paar konkrete Dinge verboten, eine Regel für Fotos verschärft und den Rest stehen lassen.

Hier steht, was Etsy tatsächlich geschrieben hat, was davon neu ist und was schon länger gilt, und was auf einer deutschen Etsy-Seite zusätzlich zu bedenken ist. Das ist die EU-KI-Verordnung: Seit dem 2. August 2026 soll sie für Transparenz sorgen, verlangt aber etwas anderes als Etsy.

Kurz dazu, wie dieser Text entstanden ist. Ich habe Etsys Ankündigung auf Etsys deutscher Oberfläche gelesen, dazu die englische Bildrichtlinie („Listing Image Requirements“) und Etsys Seite zu KI-Kreationen. Für den rechtlichen Teil habe ich den Händlerbund, die IT-Recht Kanzlei, onlinemarktplatz.de und die FAQ der EU-Kommission zu Artikel 50 gelesen. Dazu kamen eine Perplexity-Recherche auf Deutsch (mit der Quelle „Akademisch“) und eine Grok-Suche auf X und im Web. Ehrlich gesagt: Deutschsprachige Seller-Diskussionen zu dem Update hat die deutsche Grok-Suche kaum gefunden, und Perplexity fand kein deutsches Fachmedium, das über das Update selbst berichtet. Was Verkäufer fragen und befürchten, stammt deshalb überwiegend aus englischsprachigen Communities, und ich markiere das. Den Prompt weiter unten habe ich nicht in einem Chatbot laufen lassen. Die Beispielantwort habe ich selbst geschrieben, um die Form zu zeigen, und der Shop darin ist erfunden.

TL;DR. Für die meisten Artikel verlangt Etsy jetzt mindestens ein unbearbeitetes Foto des echten Artikels vor einem realen Hintergrund. KI-generierte Muster, Rezepte und Anleitungen sind verboten, und Artikelseiten, die Bots ohne menschliche Beteiligung erstellen, ebenfalls. KI-Kunst bleibt erlaubt, wenn du eine klare kreative Rolle hast und in der Artikelbeschreibung offenlegst, dass KI im Spiel war. Die EU-Regeln sind davon getrennt: Eine pauschale Kennzeichnungspflicht für jedes KI-Bild gibt es laut Händlerbund nicht, aber ein komplett KI-generiertes, fotorealistisches Produktbild kann schon ein Deepfake sein.

Was Etsy am 22. Oktober geändert hat

Die Ankündigung stammt von James Ossman, Etsys Vice President of Customer Operations. Auf der deutschen Handbuch-Seite heißt sie „Wichtige Neuigkeiten zur Nutzung von KI auf Etsy“. Hier der Ausschnitt mit den Kernregeln im Originalwortlaut:

Der Abschnitt aus Etsys deutschem Seller-Handbuch vom 22. Oktober 2026, der die neuen Regeln nennt: ein unbearbeitetes Foto, genaue Fotos, keine KI-generierten Anleitungen, mögliche Rückerstattung bei wesentlicher Abweichung, keine Artikelseiten von Bots.
Etsys neue Regeln in der deutschen Fassung. Quelle: Etsy Seller-Handbuch, 22. Oktober 2026.

In meinen Worten:

  1. Ein unbearbeitetes Foto. Deine Artikelseite muss mindestens ein Foto des tatsächlichen Artikels vor einem realen Hintergrund enthalten, und dieses Foto darf „nicht bearbeitet oder in irgendeiner anderen Weise verändert worden sein“. Je nach Artikelart können Ausnahmen gelten.
  2. Genaue Fotos überall. Alle Fotos müssen den Artikel zeigen, den Käuferinnen und Käufer bekommen, ohne Mängel zu verbergen. Außer dem Pflichtfoto darfst du Bildbearbeitung, auch mit KI, nutzen, um Licht oder Farbe anzupassen, zuzuschneiden, die Größe zu ändern oder Hintergründe zu ersetzen.
  3. Keine KI-generierten Anleitungen. Verkaufst du Muster, Rezepte oder Anleitungen, müssen die Informationen, auf die sich Käufer verlassen, von dir stammen. Du musst außerdem ein tatsächliches Ergebnis nach deiner Anleitung zeigen, kein KI-generiertes oder simuliertes.
  4. Rückerstattung möglich. Erfüllt deine Artikelseite die Bildvoraussetzungen nicht und eröffnet ein Käufer einen Fall, weil der Artikel wesentlich abweicht, musst du ihm möglicherweise den Kaufpreis erstatten.
  5. Keine Bot-Artikelseiten. Artikelseiten, die Bots ohne menschliche Beteiligung erstellen, sind nicht erlaubt. Etsy entfernt sie, und auch dein Shop kann entfernt werden.

Dazu hat Etsy drei Dinge angekündigt, die keine Regeln sind. Etsy hat angekündigt, im Artikelformular Hinweise einzublenden, wenn es beim Hochladen neuer Fotos KI-generierte Bilder feststellt, und diese Hinweise „im Laufe der Zeit“ auch auf bestehende Bilder auszuweiten. Etsy sagt, es investiere in Werkzeuge, um authentische von irreführenden Bildern besser zu unterscheiden. Und beim Melden von Artikeln soll es einen neuen Grund für Artikelseiten geben, die möglicherweise irreführende KI-Bilder nutzen. Diese Meldungen sollen laut Etsy anfangs helfen zu verstehen, wie Mitglieder einen möglichen KI-Missbrauch wahrnehmen, und „nicht zu sofortigen Durchsetzungsmaßnahmen führen“.

Etsys Begründung steht in einem Satz: Viele aktive Käuferinnen und Käufer könnten nicht erkennen, welche Artikel mit KI entstanden sind, und das sei „mittlerweile eines der drei größten Hindernisse“, die sie davon abhalten, öfter auf Etsy einzukaufen. Wie viele Käufer befragt wurden und wie, steht nicht dabei. Das ist also Etsys Aussage, kein nachgeprüftes Messergebnis.

Und noch ein Satz von Ossman, der ziemlich ehrlich klingt: „Diese Veränderungen sind erst der Ausgangspunkt.“ Es kann also mehr kommen.

Was neu ist und was schon länger gilt

Ein großer Teil der Aufregung kommt daher, dass alte Regeln wie neue behandelt werden. Hier die Sortierung, soweit meine Quellen sie hergeben:

RegelNeu?Was die Quelle sagt
KI-Kunst mit KennzeichnungNeinEtsy lässt weiterhin KI-generierte Kunst zu, wenn du eine klare kreative Rolle spielst und den Prozess transparent machst
KI-Einsatz in der Artikelbeschreibung offenlegenNeinSteht seit Juli 2024 in Etsys Regeln: „Sellers must disclose within their listing description if an item is created with the use of AI“ (TechCrunch, 9. Juli 2024)
Verkauf von KI-Prompt-SammlungenNeinSeit Juli 2024 verboten (TechCrunch)
Ein unbearbeitetes Foto des echten ArtikelsNeuTeil der Ankündigung vom 22. Oktober und der aktualisierten Bildrichtlinie
KI-generierte Muster, Rezepte, AnleitungenNeuLaut Etsy „auf Etsy nicht mehr erlaubt“
Artikelseiten von Bots ohne menschliche BeteiligungVon Etsy in der Ankündigung genanntDie Seite zu KI-Kreationen verbietet „entirely bot-generated AI content“
Rückerstattung bei wesentlicher AbweichungVerknüpft mit den neuen BildregelnGreift, wenn die Artikelseite die aktualisierten Bildvoraussetzungen nicht erfüllt

Liest du also, Prompt-Pakete seien diese Woche verboten worden oder Etsy verlange erst jetzt eine Offenlegung, dann sind das zwei Jahre alte Regeln in einer neuen Schlagzeile. Zum Thema Beschreibungszeile und EU-Recht habe ich im Juli schon mal geschrieben: KI-Kennzeichnungspflicht ab 2. August. Dort steht, was für einen typischen Shop gilt, und das trägt noch.

Eine Sache noch, weil sie kursiert. Manche Seller-Blogs behaupten, Etsy habe im Januar 2026 eine KI-Checkbox eingeführt oder auf „Designed by“ umgestellt. Perplexity konnte dafür keine Etsy-Ankündigung finden, ich auch nicht. Die Bezeichnung „Designed by“ für KI-unterstützte Artikel hat TechCrunch schon im Juli 2024 gemeldet. Wenn dir ein Ratgeber sagt, du sollst eine bestimmte Box im Artikelformular ankreuzen, prüf das in deinem eigenen Formular nach. Etsys Seite zu KI-Kreationen erwähnt keine.

Das Pflichtfoto, Schritt für Schritt

Die Regel, die die meisten Shops betrifft, ist das unbearbeitete Foto. So läuft sie nach Etsys Bildrichtlinie („Listing Image Requirements“), die unten die Angabe „Last updated on Oct 22, 2026“ trägt.

Schritt 1: Ein schlichtes Foto vom echten Artikel. Der Artikel vor einem realen Hintergrund. Für die meisten Produkte lautet die Vorgabe: mindestens ein unbearbeitetes Foto des tatsächlichen Artikels.

Schritt 2: Finger weg von dieser Datei. Die Richtlinie sagt, du sollst für dieses Pflichtfoto keine Bildbearbeitung und keine KI-Werkzeuge nutzen. Also kein Zuschneiden, kein Geraderichten, keine Helligkeitskorrektur, kein neuer Hintergrund. Das ist strenger, als es manche Schlagzeile nahelegt, und genau das tauchte in der englischsprachigen Grok-Suche als Kritik auf.

Schritt 3: Das Kameraoriginal aufbewahren. Das ist mein Tipp, keine Etsy-Regel. Falls eine Artikelseite mal hinterfragt wird, ist die unberührte Datei der einfachste Beleg.

Schritt 4: Alle anderen Fotos ehrlich bearbeiten. Die übrigen Bilder dürfen bearbeitet werden, auch mit KI, solange das Ergebnis den physischen Artikel genau wiedergibt. Etsys Tabelle dazu (hier in meiner Übersetzung) ist kurz:

ErlaubtVerboten
Licht, Belichtung oder Farbbalance an die Realität angleichenTatsächliche Farbe, Textur oder Zustand des Artikels ändern
Zuschneiden, Größe ändern, Bild geraderichtenMängel, Risse oder Schäden digital entfernen oder verbergen
Hintergrund bereinigen oder ersetzen, solange der Artikel korrekt dargestellt istMit KI das Kerndesign oder Merkmale eines physischen Artikels verändern

Schritt 5: Das klarste Foto nach vorn, wenn es geht. Etsy empfiehlt, das erste Foto zur möglichst klaren, realistischen Darstellung zu machen. Das ist eine Empfehlung, keine Pflicht: Verlangt wird, dass das unbearbeitete Foto auf der Artikelseite vorkommt, nicht, dass es Foto Nummer eins ist. Die Grok-Suche hat „es muss das erste Foto sein“ als Missverständnis genannt.

Schritt 6: Wenn KI deine Fotos bearbeitet hat, sag es. Etsy schlägt vor, in der Artikelbeschreibung anzugeben, ob Bilder bearbeitet wurden, und führt das unter den empfohlenen Vorgehensweisen, nicht unter den Regeln. Ein Satz wie dieser reicht: „Foto 1 ist unbearbeitet. Foto 2 und 3 haben einen KI-generierten Hintergrund, der Artikel selbst ist unverändert.“ Der Satz ist von mir, nicht von Etsy.

Zu den Folgen steht in der Bildrichtlinie: Weicht der Artikel wesentlich vom Angebot ab und eröffnet ein Käufer einen Fall, kann Etsy dem Käufer erstatten, und du kannst für den Betrag haften. Etsy kann irreführende Artikelseiten entfernen, bei wiederholten Verstößen sind weitere Maßnahmen bis zur Entfernung des Shops möglich.

Muster, Rezepte und Anleitungen

Verkaufst du Strick-, Häkel- oder Schnittmuster, Rezepte oder Bastelanleitungen, entscheidet dieser Abschnitt, ob du ein Problem hast.

Etsy definiert funktionale Anleitungen als Inhalte, deren Hauptzweck es ist, Käufern zu erklären, wie sie etwas herstellen, zubereiten, bauen, reparieren oder benutzen. Die Beispiele auf Etsys Seite: Strick-, Häkel-, Näh-, Stick-, Quilt- und Perlenmuster, Rezepte, Bau- und Holzarbeitspläne, Anleitungs- und Montagehandbücher sowie Ratgeber oder E-Books mit Anleitungen. Wer sein Muster „E-Book“ nennt, ist also nicht draußen.

Etsys Begründung ist ziemlich praktisch: KI-generierte Anleitungen enthielten möglicherweise eher Fehler oder führten zu schlechten Ergebnissen, und Käufer merken das oft erst, wenn sie schon Zeit und Material eingesetzt haben. Genauer: „AI-generated instructions may be more likely to contain errors or lead to poor results.“

Daraus folgen zwei Dinge.

Erstens rettet dich ein Hinweis nicht. Die Regel lautet nicht „kennzeichne dein KI-Muster“, sondern: Die Anleitung selbst darf nicht KI-generiert sein. Ein Chatbot-Muster mit ehrlichem Label bleibt ein verbotenes Angebot.

Zweitens brauchst du ein echtes Foto eines echten Ergebnisses. Die Bildrichtlinie verlangt für Muster, Rezepte, Saatgut und Ähnliches mindestens ein echtes, unbearbeitetes Foto von etwas, das mit deinem Produkt entstanden ist, etwa ein fertiges Häkelprojekt oder eine Blume aus deinem Saatgut. KI-Bilder dürfen nicht die einzigen sein, die das fertige Ergebnis zeigen.

Was ich aus Etsys Seiten nicht klären konnte, ist der Grenzfall: Zählt es als „von KI generiert“, wenn du eine selbst geschriebene Anleitung von einem Chatbot korrekturlesen, übersetzen oder formatieren lässt? Etsys Seite zu KI-Kreationen sagt dazu nichts. Wenn deine Artikel in dieser Grauzone liegen, frag Etsy über die Hilfe und heb die Antwort auf. Bis dahin ist der sichere Weg: Jeder Schritt, jede Maschenzahl und jedes Maß in der Anleitung stammt von dir.

KI-Kunst und die Beschreibungszeile

Verkaufst du KI-unterstützte Kunst, Wandbilder oder digitale Downloads, bleibt deine Produktart erlaubt. Etsy schreibt in den FAQ, es lasse weiterhin KI-generierte Kunst zu, solange du eine klare kreative Rolle spielst und deinen Schaffensprozess transparent machst. Das Beispiel: ein Fantasiemotiv auf Basis deines ursprünglichen Prompts oder deiner Eingaben, erstellt von einem KI-Generator. Auf der Seite zu KI-Kreationen kommt ein individuelles Haustierporträt dazu, das mit KI-Werkzeugen erstellt wird.

Zwei Grenzen gehören dazu. Du musst angeben, dass ein Artikel mit KI erstellt wurde, und du darfst KI-generierte Werke nicht fälschlich als handgefertigt oder als vollständig eigene Kreation darstellen.

Die Offenlegung gehört in die Artikelbeschreibung. Einen vorgeschriebenen Satz nennt Etsys Seite (Stand 25. Oktober) nicht. Zwei Beispiele für die Art von Zeile, die passt, von mir formuliert:

  • „Dieses Motiv habe ich mit KI aus meinen eigenen Prompts erzeugt. Komposition, Farben und Details habe ich ausgewählt und nachbearbeitet.“
  • „Die Illustration ist mit KI aus meinen Prompts entstanden und von mir überarbeitet. Ein Druckpartner druckt sie auf die Tasse.“

Schreib nur hinein, was du wirklich getan hast. Wenn du nichts nachbearbeitet hast, behaupte es nicht.

„Handmade“ gehört bei KI-Kunst nirgends in die Artikelseite. Etsy sagt ausdrücklich, dass du KI-generierte Werke nicht als handgefertigt oder als vollständig eigene Kreation darstellen darfst.

Und verkauf nicht die Prompts. Der Verkauf von KI-Prompt-Sammlungen ist, wie oben erwähnt, seit 2024 verboten. Etsys Begründung: Die Prompts seien Teil des kreativen Prozesses und sollten nicht getrennt vom fertigen Kunstwerk verkauft werden.

Das Pflichtfoto passt nicht zu jedem Produkt, deshalb gibt es in Etsys Bildrichtlinie Ausnahmen nach Produktart. Nebeneinander sieht das so aus:

Dein ProduktWas die Foto-Regel verlangtEtsys Detail
Print-on-Demand-ArtikelEin Stockfoto-Mockup ist erlaubt, wenn der Inhaber es autorisiert hatFür dein Originaldesign, das ein Produktionspartner auf ein Standardprodukt druckt, etwa T-Shirt oder Tasse
Digitaler Download mit visuellem InhaltLaut Bildrichtlinie sollte er eine visuelle Vorschau oder einen Auszug des Inhalts enthalten, den Käufer bekommenGilt für digitale Downloads, die nicht ohne visuelle Elemente sind
Digitaler Artikel ohne visuelle Elemente, etwa AudioRepräsentative Bilder sind erlaubtAuch KI-generierte, solange sie Käufer nicht täuschen
Individuell oder auf Bestellung gefertigtFotos echter, fertiger früherer ArbeitenFür individualisierte Artikel, die du selbst herstellst
Muster, Rezept, SaatgutMindestens ein echtes, unbearbeitetes Foto eines ErgebnissesKI-Bilder dürfen nicht die einzigen Bilder des fertigen Ergebnisses sein

Und ein paar Missverständnisse, die in der Grok-Suche auftauchten, gegen Etsys Text geprüft:

  • „Mockups sind für Print-on-Demand verboten.“ Nein. Autorisierte Stock-Mockups sind eine ausdrückliche Ausnahme.
  • „Du musst jeden digitalen Download ausdrucken und fotografieren.“ Die Richtlinie sagt, solche Downloads sollten eine visuelle Vorschau oder einen Auszug des Inhalts enthalten. Grok nannte einen Reddit-Kommentar, in dem der Etsy-Support etwas anderes gesagt haben soll. Den Thread konnte ich nicht öffnen, ich behandle das als unbestätigt.
  • „KI ist komplett verboten.“ Nein, siehe oben.
  • „Das unbearbeitete Foto muss das erste sein.“ Nein, mindestens eins auf der Artikelseite.

Der Zusatz für Deutschland: EU-KI-Verordnung, Artikel 50

Auf Etsys deutscher Handbuch-Seite steht (Stand 25. Oktober) kein Wort zu EU-Recht. Etsy nennt in den FAQ nur ein kalifornisches Gesetz, SB 1050, das ab 1. Januar 2027 gilt. Wer aus Deutschland verkauft, hat aber seit dem 2. August 2026 noch einen anderen Rahmen, die Transparenzpflichten nach Artikel 50 der KI-Verordnung. Das ist eine eigene Ebene. Sie läuft neben Etsys Regeln her, nicht durch sie.

Was die Quellen dazu sagen, die ich gelesen habe:

Keine pauschale Kennzeichnungspflicht. Der Händlerbund schreibt in seinem Ratgeber (Stand der Seite: 13.10.2026): „Es gibt keine pauschale Pflicht, jeden KI-Text oder jedes KI-Bild mit ‚mit KI erstellt‘ zu versehen.“ Die IT-Recht Kanzlei (Beitrag vom 29.07.2026) formuliert: „Nicht jeder KI-generierte Inhalt ist automatisch kennzeichnungspflichtig.“ Onlinemarktplatz.de (3. August 2026): „Normale Produkttexte und rein fiktive KI-Bilder fallen häufig nicht darunter.“

Aber: Deepfakes. Die Kommission erklärt in ihrer FAQ (Stand 24. Juli 2026), dass Betreiber Deepfake-Inhalte spätestens bei der ersten Wahrnehmung offenlegen müssen, klar erkennbar, und sich nicht auf die maschinenlesbare Markierung des KI-Anbieters verlassen können. Ein Deepfake ist dort KI-generierter oder -manipulierter Bild-, Audio- oder Videoinhalt, der bestehenden Personen, Gegenständen, Orten oder Ereignissen ähnelt und fälschlich echt wirken kann. Der Händlerbund zieht daraus für Produktbilder: „Ein komplett KI-generiertes, fotorealistisches Produktbild kann schon als Deepfake gelten.“ Kleinere Bearbeitungen wie eine Hintergrundfreistellung fielen in der Regel nicht darunter, das Irreführungsverbot gelte aber weiter.

Grauzone Lifestylebilder. Onlinemarktplatz.de schreibt, kennzeichnungspflichtig könne eine künstliche Darstellung eines realen Produkts sein, die Eigenschaften oder Zubehör zeigt, die es nicht gibt. Bei KI-Lifestylebildern realer Produkte sei die Rechtslage „noch unklar“.

Chatbots. Setzt du einen KI-Chatbot im Kundenkontakt ein, muss das erkennbar sein, wenn es nicht ohnehin offensichtlich ist (Händlerbund, onlinemarktplatz.de).

Bußgelder. Händlerbund und onlinemarktplatz.de nennen „bis zu 15 Millionen Euro oder 3 Prozent des weltweiten Jahresumsatzes“. Das ist der Rahmen für bestimmte Verstöße. Der Händlerbund erinnert zusätzlich daran, dass wettbewerbsrechtliche Abmahnungen unabhängig davon möglich sind.

Übergangsfrist. Die Frist bis zum 2. Dezember 2026 gilt laut Kommission nur für KI-Systeme, die vor dem 2. August 2026 in Verkehr gebracht wurden, und nur für die maschinenlesbare Markierung durch die Anbieter. Sie betrifft also nicht dich als Verkäuferin oder Verkäufer.

Was heißt das zusammen? Etsys Regeln und die EU-Regeln fragen nach verschiedenen Dingen. Etsy will, dass mindestens ein Foto unberührt ist und dass deine Fotos nicht täuschen. Die KI-Verordnung fragt, ob ein Inhalt als Deepfake einzustufen ist. Ein Foto, das Etsy erlaubt (etwa ein KI-generiertes Lifestyle-Bild als zweites Foto, das den Artikel genau zeigt), kann also trotzdem eine Frage nach EU-Recht aufwerfen (meine Einordnung). Umgekehrt hilft dir ein EU-konformes Bild nicht, wenn die Etsy-Artikelseite kein unbearbeitetes Foto hat. Das sind Hinweise aus Fachquellen, keine Rechtsberatung. Etsy selbst rät bei der Frage, welche Gesetze für deine Artikelseiten gelten, zur eigenen Rechtsberatung.

Der Shop-Check mit einem kostenlosen Chatbot

Etsy sagt, dass Artikelseiten, die die neuen Bildvoraussetzungen nicht erfüllen, angepasst werden müssen. Eine Frist nennt der Text mit Stand 25. Oktober nicht. Eine sinnvolle erste Runde ist deshalb, deine Bestseller durchzugehen und in „passt“, „Foto prüfen“ und „Text prüfen“ zu sortieren.

Ein kostenloser Chatbot kann dabei den langweiligen Teil übernehmen: Er liest deine Artikelseite, vergleicht sie mit den Regeln, die du hineinkopierst, und sagt dir, wo du hinschauen sollst. Er sieht deine Fotos nur, wenn du sie ihm zeigst oder beschreibst, und er kann falsch liegen. Behandle seine Antwort also als Wegweiser und prüf gegen Etsys Seiten.

Der Shop-Check, eine Artikelseite nach der anderen
Sammeln Etsys zwei Regelseiten + dein Artikeltext
Einfügen und fragen eine Artikelseite pro Chat
Urteil lesen Foto, Text oder Anleitung?
Selbst korrigieren gegen Etsys Seite prüfen
Datum notieren eine Zeile pro Artikelseite
Fang mit deinen fünf Bestsellern an. Etsys Text nennt mit Stand 25. Oktober keine Frist für bestehende Artikelseiten.

Öffne Etsys Ankündigung und die Listing Image Requirements, kopier den relevanten Text in einen Chat bei ChatGPT, Claude oder Gemini, füg eine Artikelseite dazu und nimm diesen Prompt. Jeder Satz steht in einer eigenen Zeile, damit „Kopieren“ ihn sauber übernimmt:

Du hilfst einer Etsy-Verkäuferin oder einem Etsy-Verkäufer, eine Artikelseite gegen Etsys KI-Regeln vom 22. Oktober 2026 zu prüfen.
Nutze nur den Etsy-Regeltext, den ich oben eingefügt habe. Wenn der Text etwas nicht beantwortet, sag das, statt zu raten.
Hier sind Titel, Beschreibung, Kategorie und Produktart meiner Artikelseite.
Hier ist eine Liste meiner Fotos, eine Zeile pro Foto: was es zeigt und ob es bearbeitet oder KI-generiert wurde.
Prüfe vier Punkte und antworte bei jedem mit Passt, Prüfen oder Ändern.
1. Gibt es mindestens ein unbearbeitetes Foto des tatsächlichen Artikels vor einem realen Hintergrund? Falls ich ein Muster, ein Rezept oder Saatgut verkaufe: Gibt es ein echtes Foto eines Ergebnisses?
2. Zeigen die übrigen Fotos den Artikel so, wie ihn die Käuferin oder der Käufer bekommt, ohne Farbe, Textur, Zustand oder Design zu verändern?
3. Ist ein Teil dessen, was ich verkaufe, eine KI-generierte Anleitung (Muster, Rezept, Plan oder Handbuch)?
4. Falls ein Teil des Artikels mit KI erstellt wurde: Steht das in der Beschreibung, und nennt irgendetwas den Artikel handgefertigt?
Gib mir nach den vier Antworten einen korrigierten Satz für die Beschreibung, falls sie einen braucht.
Zitiere bei jeder Antwort die Zeile aus Etsys Text, auf der sie beruht.

Hier eine Beispielantwort, von mir geschrieben, um die Form zu zeigen, für eine erfundene Artikelseite: ein druckbarer „Wochenplaner“ als PDF in einem ausgedachten Shop, mit drei Fotos, davon eines mit KI-generiertem Schreibtisch und keines unbearbeitet. Ich habe das nicht in einem Chatbot laufen lassen, deine Antwort wird anders aussehen.

1. Prüfen. Alle drei Fotos sind Mockups des Planers auf einem Schreibtisch. Für einen digitalen Artikel mit visuellem Inhalt nennt Etsys Richtlinie eine visuelle Vorschau oder einen Auszug des Inhalts. Wenn ein Foto ein echter Screenshot einer Seite ist, sag das; wenn nicht, ergänze einen.
2. Prüfen. Die KI-generierte Schreibtischszene ist als weiteres Bild erlaubt, wenn der Planer so aussieht, wie ihn Käufer bekommen. Weichen die Seiten im Bild von der Datei ab, ändere das Bild.
3. Passt. Ein Planer ist nach Etsys Definition keine funktionale Anleitung.
4. Prüfen. Die Beschreibung sagt nicht, dass die Schreibtischszene KI-generiert ist. Etsy schlägt vor, anzugeben, ob Bilder bearbeitet wurden, das ist eine empfohlene Vorgehensweise, keine Regel. Vorschlag: „Foto 1 und 2 sind Mockups, Foto 2 nutzt einen KI-generierten Schreibtisch. Die Planerseiten darin sind die tatsächliche Datei.“

Achte darauf, was die Beispielantwort tut und was nicht. Sie verweist auf eine Zeile aus Etsys Text, sie hält sich zurück, wo der Text schweigt, und sie behauptet nie, ein Foto gesehen zu haben. Klingt die Antwort deines Chatbots bei den Fotos sehr sicher, ist das ein Warnzeichen: Er weiß nur, was du ihm getippt hast.

Notier zum Schluss pro angepasster Artikelseite eine Zeile mit Datum, etwa „25.10.: Foto 1 durch unbearbeitetes ersetzt, KI-Zeile in die Beschreibung“. Wird eine Artikelseite irgendwann hinterfragt, ist so ein Protokoll der schnellste Beleg dafür, dass du reagiert hast.

Was das für dich bedeutet

Du verkaufst handgemachte Ware und nutzt KI nur fürs Marketing. Für dich zählt vor allem die Foto-Regel. Erste Aktion: Öffne deinen meistverkauften Artikel und such das unberührte Foto. Gibt es keins, mach diese Woche eins, und lass es unbearbeitet.

Du verkaufst Strick-, Häkel- oder Schnittmuster. Dich trifft die Regel am härtesten. Hast du das Muster selbst geschrieben, bist du in Ordnung, brauchst aber ein echtes Ergebnisfoto. Erste Aktion: Prüf, ob jede Mustervorlage mindestens ein echtes Foto eines fertigen Stücks hat. Stammt ein Muster von einer KI, ist die Artikelseite ein Fall zum Entfernen, nicht zum Umetikettieren.

Du verkaufst KI-unterstützte Kunst oder digitale Drucke. Du darfst weiter verkaufen. Erste Aktion: Schreib in jede Beschreibung eines KI-unterstützten Artikels einen schlichten Offenlegungssatz und streich „handmade“ überall, wo es nicht stimmt.

Du arbeitest mit Print-on-Demand. Ein Stockfoto-Mockup ist für dein Originaldesign auf einem Standardprodukt erlaubt, wenn der Inhaber des Fotos die Nutzung autorisiert hat. Erste Aktion: Kläre, dass du das Mockup nutzen darfst, und prüf, ob das gedruckte Produkt dem Mockup entspricht.

Du verkaufst digitale Downloads wie Printables und Vorlagen. Die Foto-Regel heißt nicht „alles ausdrucken“. Laut Bildrichtlinie sollte der Download eine Vorschau oder einen Auszug des Inhalts enthalten. Erste Aktion: Prüf, ob mindestens ein Bild ein echter Auszug der Datei ist und kein erfundenes Render.

Du hast einen Shop mit sehr vielen Artikelseiten. Prüf nicht alle auf einmal. Fang mit deinen Bestsellern an, dort fallen Fehler am meisten ins Gewicht. Erste Aktion: Lass den Shop-Check diese Woche über die fünf besten Artikelseiten laufen.

Du bietest Rezepte oder Baupläne an. Es gilt dasselbe wie bei Mustern. Erste Aktion: Such Anleitungen, die ein Chatbot entworfen hat, und schreib sie selbst neu, teste sie und fotografier ein echtes Ergebnis.

Du lässt deine Kundschaft mit einem KI-Chatbot schreiben. Das ist keine Etsy-Frage, sondern eine EU-Frage: Laut Händlerbund und onlinemarktplatz.de muss erkennbar sein, dass man mit einer KI schreibt. Erste Aktion: Ein Begrüßungssatz im Chat, der das sagt.

Probleme, auf die Verkäufer stoßen

Das hier stammt aus den Grok-Suchen (einer deutschen und einer englischen) und aus Etsys Text. Ich habe die genannten Threads nicht geöffnet. Es sind also Themen, keine Zitate, und ich nenne niemanden beim Namen. Wichtig dabei: Grok hat für den deutschsprachigen Raum kaum Diskussionen gefunden und die meisten sichtbaren Reaktionen englischsprachigen Communities zugeordnet.

„Unbearbeitet“ heißt wirklich unberührt. Dass das eine Pflichtfoto nicht zugeschnitten oder farbkorrigiert werden darf, tauchte in der englischsprachigen Grok-Suche als Beschwerde auf. Etsys Seite lässt keinen Spielraum. Lösung: Nimm das Foto beim ersten Mal sorgfältig auf, bei Tageslicht auf ruhiger Fläche, und lad das Kameraoriginal hoch. Deine bearbeitete Version kommt an zweite Stelle.

Ein unbearbeitetes Foto zeigt, was du lieber verbergen würdest. In der englischsprachigen Grok-Suche tauchte als Kritik auf, rohe Fotos mit Hintergrund, Füßen oder Haustieren seien „privacy-invasive“, also ein Eingriff in die Privatsphäre. Etsy verlangt einen realen Hintergrund und definiert ihn nicht. Lösung (meine Lesart, nicht Etsys Definition): Ein aufgeräumter Tisch oder eine schlichte Wand ist immer noch ein realer Ort. Bei Zweifeln frag Etsy über die Hilfe.

Muster-Designer fürchten den Aufwand für ein echtes Ergebnisfoto. Etsy verlangt ein echtes Ergebnis, ein KI-Render zählt nicht. Lösung: Arbeite das Muster einmal selbst nach und fotografier genau dieses Stück.

Unklarheit, ob Print-on-Demand-Mockups noch gehen. Gehen sie, wenn sie autorisiert sind. Lösung: Prüf die Bedingungen deines Partners und halte das Mockup nah an der Realität.

KI-Kunst-Verkäufer fürchten, trotzdem markiert zu werden. Etsy sagt, es investiere in Werkzeuge, um authentische von irreführenden Bildern besser zu unterscheiden. Ob und wie zuverlässig das klappt, hat Etsy nicht beschrieben, und ich habe keine veröffentlichte Fehlerquote gefunden. Lösung: Führ ein Protokoll. Arbeitsdateien, Prompts, deine Bearbeitungsschritte und die Originalfotos helfen, wenn eine Artikelseite entfernt wird. Etsy sagt, du kannst auf der Seite für Richtlinienverstöße im Shop-Manager Einspruch einlegen.

Gerüchte, alles werde sofort gelöscht. Etsys Text sagt, Artikelseiten müssten angepasst werden und die Hinweise würden mit der Zeit ausgeweitet. Eine Frist nennt er mit Stand 25. Oktober nicht. Lösung: Nicht panisch löschen, sondern erst die Bestseller prüfen.

Rat, eine bestimmte Box anzukreuzen. Siehe oben: nicht nachprüfbar. Lösung: Halt dich an Etsys Wortlaut und schreib es in die Beschreibung.

Was die Regeln nicht leisten

Die Regeln sagen nicht, wie Etsy KI erkennt. Etsy schreibt, es investiere in Werkzeuge, und hat (Stand 25. Oktober) nicht beschrieben, wie sie funktionieren. Eine Fehlerquote habe ich nicht gefunden.

Die Regeln lassen dein KI-Muster nicht durchgehen. Kein Label und kein Test macht aus einer KI-generierten Anleitung eine erlaubte.

Die Regeln schützen dich nicht vor Meldungen. Eine Meldung von Käufern ist laut Etsy anfangs nur ein Signal. Ein Rückerstattungsfall ist mehr.

Die Regeln klären deinen Grenzfall nicht. Korrekturlesen, Übersetzen und Ähnliches bei deinen eigenen Anleitungen behandelt der Text, den ich gelesen habe, nicht.

Die Regeln ersetzen keine Rechtsprüfung. Etsys Regeln und die KI-Verordnung sind zwei Ebenen, und Etsy rät bei der Frage, welche Gesetze gelten, zur eigenen Rechtsberatung.

FAQ

Hat Etsy KI-Kunst verboten? Nein. Etsy lässt KI-generierte Kunst weiterhin zu, wenn du eine klare kreative Rolle spielst und transparent bist. Du musst angeben, dass KI im Spiel war, und darfst das Werk nicht als handgefertigt darstellen.

Darf ich meine Fotos noch mit KI bearbeiten? Ja, bis auf das eine unbearbeitete Pflichtfoto. Die anderen Fotos dürfen bearbeitet werden, solange der Artikel so aussieht, wie ihn der Käufer bekommt. Etsy nennt Licht, Farbe, Zuschneiden, Größe und Hintergrund.

Muss das unbearbeitete Foto mein erstes Foto sein? Nein. Etsy verlangt mindestens eins auf der Artikelseite und empfiehlt, das erste Foto zum klarsten, realistischsten zu machen.

Was ist ein unbearbeitetes Foto? Ein Foto des tatsächlichen Artikels vor einem realen Hintergrund, das nicht bearbeitet oder verändert wurde. Laut Etsys FAQ können je nach Artikelart Ausnahmen gelten.

Gehen Print-on-Demand-Mockups noch? Ja. Autorisierte Stockfoto-Mockups für dein Originaldesign auf einem Standardprodukt wie T-Shirt oder Tasse sind eine Ausnahme.

Brauche ich für digitale Downloads ein Foto von etwas Gedrucktem? Laut Bildrichtlinie sollten die meisten digitalen Downloads eine visuelle Vorschau oder einen Auszug des Inhalts enthalten. Bei Artikeln ohne visuelle Elemente, etwa Audiodateien, sind repräsentative Bilder erlaubt, auch KI-generierte, solange sie nicht täuschen.

Darf ich KI-Prompts verkaufen? Nein. Das Verbot gilt seit Juli 2024.

Was passiert, wenn jemand meine Artikelseite meldet? Etsy sagt, die Meldungen sollen anfangs helfen zu verstehen, wie Mitglieder einen möglichen KI-Missbrauch wahrnehmen, und führen nicht zu sofortigen Durchsetzungsmaßnahmen. Eine entfernte Artikelseite kannst du über die Seite für Richtlinienverstöße im Shop-Manager anfechten.

Muss ich jedes KI-Bild in meinem Shop nach EU-Recht kennzeichnen? Laut Händlerbund und IT-Recht Kanzlei gibt es keine pauschale Pflicht. Kennzeichnungspflichtig sind Deepfakes, und ein komplett KI-generiertes, fotorealistisches Produktbild kann laut Händlerbund schon dazu gehören. Bei Grenzfällen hilft eine Rechtsberatung.

Fazit

Etsys Update vom 22. Oktober ist enger als die Aufregung darum. Im Kern stehen drei Änderungen: ein unberührtes Foto des echten Artikels, keine KI-geschriebenen Muster, Rezepte oder Anleitungen und keine Bot-Artikelseiten. Zwei Dinge, die neu wirken, sind es nicht: die Offenlegung KI-erstellter Artikel in der Beschreibung und das Verbot von Prompt-Sammlungen. Und für Deutschland kommt eine zweite Ebene dazu, die EU-KI-Verordnung, die nach den Quellen keine pauschale Kennzeichnung verlangt, aber Deepfakes erfasst, und dazu kann auch ein täuschend echtes KI-Produktbild gehören.

Das Wichtigste dieser Woche ist unspektakulär: Öffne deine fünf Bestseller und prüf Fotos und Texte. Wenn dabei mehr herauskommt als ein Handgriff, hilft dir der Kurs E-Commerce mit KI (erste 2 Lektionen gratis) beim Aufräumen, und KI-Grundlagen (erste 2 Lektionen gratis) erklärt, womit du es überhaupt zu tun hast. Lektion 1 gratis starten →

Welche deiner Artikelseiten prüfst du als Erstes?

Quellen

Echte KI-Skills aufbauen

Schritt-für-Schritt-Kurse mit Quizzes und Zertifikaten für den Lebenslauf